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Kabul. Der Abzug der US-Truppen aus Afghanistan geht unter extrem gefährlichen Bedingungen in die Endphase. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) griff am Montag erneut den Flughafen Kabul an. Nach Berichten des US-Senders CNN wurden am Morgen (Ortszeit) mindestens fünf Raketen in Richtung Flughafen abgefeuert. Ein Taliban-Sprecher erklärte, der jahrelang nicht gesehene Taliban-Führer Haibatullah Achundsada befinde sich in Kandahar im Süden des Landes. Der UN-Sicherheitsrat wollte noch am Montag über eine Resolution abstimmen, die zur sicheren Ausreise von Menschen aus Afghanistan führen soll. Berichte über Opfer oder Schäden durch den Raketenangriff gab es zunächst nicht. Das am Flughafen installierte Raketenabwehrsystem sei aktiviert worden, hieß es bei CNN weiter. Dieses aktiviert bei einem Angriff ein Maschinengewehr, das heranfliegende Objekte zerstört, bevor sie ihr Ziel treffen. Der Abzug der US-Truppen läuft auf Hochtouren, sie wollen bis Dienstag Afghanistan verlassen haben. Der in Afghanistan aktive Ableger des IS reklamierte den Angriff für sich. «Soldaten des Kalifats» hätten den Flughafen mit sechs Raketen des Typs Katjuscha angegriffen, teilte IS-Khorasan, wie der IS sich in Afghanistan und Pakistan nennt, am Montag auf der Plattform Naschir News mit. Der IS, der mit den Taliban verfeindet ist, hat bereits in der Vergangenheit immer wieder verschiedene Ziele in Kabul mit Raketen angegriffen. US-Präsident Joe Biden sei über den Raketenangriff informiert worden, hieß es in einer Erklärung der Pressesprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Der Präsident sei zudem informiert worden, dass die Operationen am Flughafen ununterbrochen fortgesetzt würden. Biden zufolge sollen die Kommandeure auf dem Flughafen in Kabul ihre Anstrengungen verdoppeln, um die Truppen zu schützen. Biden hatte am Sonntag vor möglichen weiteren Anschlagen rund um den Flughafen Kabul gewarnt. Erst am Donnerstag waren bei einem Anschlag des IS am Flughafen mindestens 13 US-Soldaten - und -soldatinnen sowie zwei Briten ums Leben gekommen. Die Angaben über die afghanischen Todesopfer schwanken, Sender wie CNN sprachen von bis zu 200 Toten. Im Zuge ihrer Evakuierungsmission am Flughafen Kabul haben die USA zuletzt innerhalb von 24 Stunden rund 1200 Menschen außer Landes gebracht. Zwischen dem frühen Sonntagmorgen und dem frühen Montagmorgen hätten 26 Flugzeuge des US-Militärs rund 1200 Menschen ausgeflogen, teilte das Weiße Haus mit. Seit dem Start der Mission Mitte August seien insgesamt rund 116 700 Menschen aus Afghanistan evakuiert worden, hieß es weiter. Laut CNN hat auch Washington die Evakuierungsmission mittlerweile abgeschlossen. Die Bundeswehr hatte ihren Rettungseinsatz am Donnerstag beendet, Frankreich, Spanien und Großbritannien folgten am Freitag und Samstag. Bei einem US-Luftangriff in Kabul am Wochenende sollen mindestens zehn Zivilisten getötet worden sein. Unter den Toten bei dem Angriff am Sonntag seien auch Kinder, berichtete der lokale TV-Sender ToloNews unter Berufung auf Anwohner am Montag. Das US-Militär hatte am Sonntag mitgeteilt, es untersuche nach dem Luftangriff auf ein Auto des IS Berichte über mögliche zivile Opfer. Der Einsatz habe erfolgreich eine «unmittelbare Bedrohung» für den Flughafen Kabul durch die Terroristen abgewendet, darüber hinaus würden die Ergebnisse des Luftschlags noch geprüft. Der UN-Sicherheitsrat wollte sich noch am Montag mit einer Resolution für die sichere Ausreise von Menschen aus Afghanistan befassen und darüber abstimmen, wie Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Die Annahme eines entsprechenden französisch-britischen Texts würde unter anderem den Druck auf die Taliban erhöhen, Menschen eine sichere Ausreise aus Kabul zu gewähren. Die Vetomächte Russland und China hatten sich bei Verhandlungen am Wochenende Diplomaten zufolge offen für eine Einigung gezeigt. Eine Zustimmung sei aber noch nicht sicher, hieß es. Angaben des Taliban-Sprechers Sabiullah Mudschahid zufolge soll sich der Taliban-Führer Haibatullah Achundsada in Afghanistan befinden. Dessen Aufenthaltsort war über Jahre unbekannt. Achundsada führe derzeit Gespräche in Kandahar, sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid am Sonntagabend in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu der Türkei. Die Islamisten führen aktuell Gespräche über die künftige Regierung des Landes. Russland schlug am Montag eine internationale Konferenz zum Wiederaufbau der Wirtschaft vor. «Alle wohlhabenden Länder der Welt müssen mit Vertretern der neuen afghanischen Behörden zusammenkommen, um die Fragen des wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufbaus zu erörtern», sagte der Afghanistan-Beauftragte des russischen Präsidenten, Samir Kabulow. Er sehe in erster Linie die Länder in der Pflicht, die mit Soldaten in Afghanistan im Einsatz gewesen seien. In der Stadt Masar-i-Scharif im Norden des Landes ist die nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erste Hilfslieferung mit medizinischen Gütern seit der Machtübernahme der Taliban eingetroffen. Ein von der pakistanischen Regierung zur Verfügung gestelltes Flugzeug mit 12,5 Tonnen an Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern der WHO sei die erste von insgesamt drei geplanten Hilfslieferungen.
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