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Jörg Struckmeier begrüßte in Bremen rund 30 Mandatsträger. Foto: DBwV
Bremen. Unter weitgehend normalen Bedingungen fand eine Informationsveranstaltung im Bezirk 3 des Landesverbands Nord statt. Trotz Corona-Schnelltests, teilweiser Maskenpflicht und der notwendigen Vorsicht war es fast eine Veranstaltung wie vor Pandemiezeiten. Die Versammlung in Bremen zeigte, wie sehr den Teilnehmern persönliche Kontakte und der Austausch mit anderen gefehlt haben. Oberstleutnant Jörg Struckmeier begrüßte im Hotel Landgut Horn rund 30 Mandatsträger aus dem Norden Niedersachsens und der Freien Hansestadt Bremen. Der Vorsitzende im Bezirk 3 hatte darüber hinaus den Vorsitzenden der Streitkräftebasis, Stabsfeldwebel Thomas Schwappacher, sowie den Landesvorsitzenden Nord eingeladen. Oberstleutnant Thomas Behr nutzte die Gelegenheit, um intensiv das Gespräch mit den Vertretern seiner Kameradschaften zu suchen. Er unterstrich damit die Bedeutung der Mitgliederbasis für den Deutschen BundeswehrVerband.
Lob für die Landesversammlung
Struckmeier ging in seinen Ausführungen auf die zurückliegende Landesversammlung Nord ein. Für deren Vorbereitung und organisatorische Durchführung auf Landesebene sowie im Bezirk 3 gab es von den Teilnehmern, trotz einzelner Kritikpunkte, viel Lob. Darüber hinaus ging der Bezirksvorsitzende auf die im Dezember dieses Jahres stattfindende Hauptversammlung des DBwV in Berlin sowie die nächsten Kameradschaftswahlen ein.
Der Stabsoffizier erläuterte die Herausforderung bei dem Anliegen, auf schwimmenden Einheiten der Marine Verbandsarbeit zu betreiben. Als Erfolg wertete er deshalb die kürzliche Gründung einer Truppenkameradschaft durch die Besatzung E auf der Fregatte Rheinland-Pfalz. In seinen weiteren Ausführungen bot Struckmeier seine Unterstützung für die Kameradschaften an, maß dem Kontakt zu den Kommandeuren und Dienststellenleitern große Bedeutung zu und forderte seine Zuhörer auf, Vorschläge für die Arbeit im Bezirk 3 zu machen.
In offener Aussprache ging es unter anderem um die Ausstattung der Kameradschaften, insbesondere der Ehemaligen, mit IT-Gerät. Im Kern drehte es sich dabei um den Datenschutz in Bezug auf die Arbeit mit persönlichen Daten von Mitgliedern. „Es ist aus den zur Verfügung stehenden Mitteln der Kameradschaften nicht möglich, eigene Geräte zu beschaffen, da muss etwas geschehen…“, stellte ein Kameradschaftsvorsitzender der Ehemaligen, Reservisten und Hinterbliebenen (ERH) fest. Thomas Behr verwies in seiner Antwort auf nicht zu deckende Kosten und die Gefahren von Angriffen auf die Daten des Verbandes. Er versprach aber, dass sich, „da wo notwendig, Lösungen finden werden“.
Ein sensibles Thema
Im Kreis der Mandatsträger verabschiedete Struckmeier den Stabsbootsmann a.D. Peter Rettig, der bis März letzten Jahres als Standortbeauftragter für Altenwalde, Nordholz und Bremerhaven tätig war. Corona-bedingt kann er, nach 14 Jahren in dieser Funktion, erst jetzt mit der Würdigung seines Bezirksvorsitzenden auf diese Zeit zurückblicken. Rettig bleibt der Verbandsarbeit weiterhin eng verbunden, nun aber nur noch ehrenamtlich als Beisitzer im Vorstand der ERH-Kameradschaft Nordholz.
Schwappacher zog eine Bilanz der letzten Jahre und zählte dabei Verbandserfolge vom Besoldungsstrukturenmodernisierungsgesetz über die verbesserte Rentennachversicherung von Zeitsoldaten bis zum kostenfreien Bahnfahren in Uniform auf. Er versprach, dass sich der DBwV auch künftig für die besondere Altersgrenze der Berufssoldaten einsetzen werde: „Ein sensibles Thema…, es wird nicht einfach werden damit, denn die Sache kommt regelmäßig immer wieder auf den Tisch.“
Der neue Landesvorsitzende Behr warnte im Hinblick auf Forderungen in Sachen Besoldung und Zulagenwesen: „Wir müssen wissen, wer Gewinner und wer Verlierer sein wird! Das heißt, die Risiken von Veränderungen genau zu analysieren, bevor Ansprüche gestellt und Erwartungen geweckt werden.“ Die Bewertung von Menschen auf ihrem Arbeitsplatz nannte er in diesem Zusammenhang „so ziemlich das Schwierigste, was es gibt“.
Zur Lage der deutschen Streitkräfte machte Behr deutlich, dass die Bundeswehr Landes- und Bündnisverteidigung „nicht mehr kann“. Die derzeitige Situation empfindet er als brisant und deshalb sieht er es als großes Interesse des DBwV an, dass die Bundeswehr besser ausgerüstet wird: „Gute Ausrüstung und Infrastruktur sind soziale Rahmenbedingungen der Soldaten und damit herausragende Anliegen des Verbandes.“ Eine Feststellung die zeigt, dass der DBwV mehr ist als eine Gewerkschaft, sondern eine Interessenvertretung, der nicht nur die Belange der Mitglieder, sondern auch die Sicherheit unseres Landes und die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte am Herzen liegen.
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