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Zur letzten von ihm geleiteten BS-Tagung begrüßte Stabsfeldwebel a.D. Matthias Schneider über 110 Berufssoldaten. Foto: DBwV/Ingo Kaminsky
Die rekordverdächtige Teilnahme von über 110 Berufssoldaten bestätigten den Bezirksvorsitzenden Stabsfeldwebel a.D. Matthias Schneider darin, bei seiner Tagung in Roth die richtigen Themen auf die Tagesordnung gesetzt zu haben.
Dass der Sozialdienst der Bundeswehr nicht nur bei schwierigen Lebenssituationen hilfreich ist, erkannten die Berufssoldaten sehr schnell beim Vortrag von Claudia Hartmann. Ihr Beitr ag deckte eine breite Palette lebensverändernder Ereignisse und die damit verbundenen finanziellen Aspekte ab, die für Berufssoldaten und ihre Familien von entscheidender Bedeutung sind. Von der Geburt bis zur Zurruhesetzung bietet der Sozialdienst der Bundeswehr eine bemerkenswert umfassende Unterstützung, die nicht nur praktische Fragen wie Rentenanrechnung und Hinterbliebenenversorgung abdeckt, sondern auch wichtige Hinweise auf Rechte und Pflichten gibt. Beginnend bei der Dienstzeitversorgung über Einkommens- und Rentenanrechnung, Kapitalabfindung bis zur Hinterbliebenenversorgung erläuterte sie Hintergründe und benannte die unterschiedlichen Zuständigkeiten von BAPersBw, Generalzolldirektion und BVA.
Interessen der Mitglieder auch in schwierigen Zeiten im Blick
Oberstleutnant a.D. Josef Rauch sprach mit seiner Analyse der sicherheitspolitischen Lage aus Sicht des DBwV ein zentrales Thema an. Die „Zeitenwende“ nach Beginn des Ukraine-Krieges habe nicht nur die internationale Sicherheitsarchitektur erschüttert, sondern auch die Verteidigungsbereitschaft vieler Länder, einschließlich Deutschlands, neu in den Fokus gerückt. Die Ankündigung eines Sondervermögens für die Verteidigung sei ein Schritt in die richtige Richtung. „Eine effiziente Verwendung dieser Mittel braucht Reformen – auch in der Bundeswehr bei Strukturen, Beschaffung und Personal“, betonte Rauch. Diese Reformen müssten jetzt zügig vorangebracht werden.
Die Verbandsarbeit erbrachte in jüngster Zeit wieder bemerkenswerte Erfolge. Mit dem Soldatenentschädigungsgesetz und dem „Artikelgesetz“ hat der Verband greifbare Verbesserungen in der Versorgung geschädigter Soldaten und den sozialen Rahmenbedingungen für ihren Dienst erreicht. Dies unterstreicht, wie wichtig ein starker Berufsverband ist, um sich konsequent und erfolgreich für die Interessen der Bundeswehrangehörigen einsetzen zu können.
BundeswehrVerband – starker Partner auch im Ruhestand
Oberstabsfeldwebel a.D. Bernhard Hauber brachte einen wichtigen Punkt hervor: Auch nach der aktiven Dienstzeit können ehemalige Soldaten vom BundeswehrVerband profitieren. Die Kameradschaften ERH vor Ort bieten nicht nur sozialen Rückhalt, sondern auch wertvolle Unterstützung. Gerade in Versorgungsfragen wie bei der Beihilfe kann der Austausch im BundeswehrVerband hilfreich sein, so der Vorsitzende ERH im Landesverband. Der Zugang zur DBwV-Rechtsberatung ist ein weiterer Vorteil, der für viele gerade bei komplexen rechtlichen oder finanziellen Anliegen eine große Hilfe sein kann. Großen Zuspruch erfahre der Verband auch bei den Ehepartnern der ehemaligen Berufssoldaten durch die Pflege-Assistance. Hauber riet den Berufssoldaten deshalb, dem BundeswehrVerband später auch als Ehemalige treu zu bleiben.
Am Ende dankte Landesvorsitzende Rauch dem Kasernenkommandanten Hauptmann Stefan Ballak, der aktuell seinen Reservedienst leistet und diese BS-Tagung in der Otto-Lilienthal-Kaserne in Roth ermöglichte. Ballak verband den Dank für die Auszeichnung für 40 Jahre treue Mitgliedschaft mit seiner Empfehlung an die Tagungsteilnehmer, den BundeswehrVerband auch nach der „Pensionierung“ als Mitglied weiterhin zu stärken.
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