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Stabsfeldwebel Jens Ruths wurde von Generalinspekteur Carsten Breuer (links) für seinen Einsatz im Kosovo geehrt. Foto: Jankowski/Bundeswehr
1999 war Jens Ruths im Einsatz im Kosovo. Beim Versuch, seinen Zugführer zu retten, wurde er selbst schwer verwundet. Nun wurde Ruths für seinen Einsatz ausgezeichnet.
Er rettete seinen schwerverletzten Zugführer aus einem Minenfeld und verlor dabei selbst ein Bein – nun wurde Stabsfeldwebel Jens Ruths für seinen Einsatz im Kosovo von Generalinspekteur Carsten Breuer ausgezeichnet. Ruths war 1999 im Kosovo-Einsatz, als sein Zugführer auf einem Feld von einer Mine schwer verletzt wurde. „Ein Arzt und ich leisteten sofort erste Hilfe. Nach der Erstversorgung haben wir den Kameraden mit dem Bergetuch aus dem Minenfeld bringen wollen“, erzählt Ruths. Dabei trat er selbst auf eine Mine, die ihm den linken Unterschenkel wegsprengte.
Ruths wurde im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz behandelt und trägt eine Prothese. Auch bei den Invictus Games war er dabei. Doch eine Auszeichnung für seinen Einsatz erhielt Ruths nicht. „Ich persönlich kann nicht verstehen, wieso ich für die Rettung und Bergung meines Vorgesetzten nie ausgezeichnet wurde“, sagt er. Seinem Zugführer wurde später das Ehrenkreuz verliehen.
Die Ehrung habe er selbst angeschoben, so Ruths. Breits 2009 stellte er einen Antrag zur Ehrung, der allerdings abgelehnt wurde. „Bei den Invictus Games letztes Jahr konnte ich mit dem Generalinspekteur sprechen. Er sicherte mir eine Ehrung zu“, sagt Ruths.
Ende März war es dann so weit: Generalinspekteur Breuer verlieh Ruths das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold. Doch: „Das Metall interessiert mich nicht, es geht um die Anerkennung“, sagt Ruths.
Es sei nicht immer so gewesen, dass sich um die Einsatzveteranen und Einsatzversehrten gut gekümmert wurde, sagte Generalinspekteur Carsten Breuer. „Wir haben dort Fehler gemacht und einen davon möchte ich heute wiedergutmachen.“
Generalinspekteur Breuer lobte Ruths Einsatz im Kosovo: „Ohne zu zögern, kümmerten Sie sich um den schwer verletzten Kameraden, leisteten erste Rettungsmaßnahmen ein und retteten damit sein Leben. Auch unter Gefahr für Ihr eigenes Leben und Ihre Gesundheit.“ Durch den Einsatz habe Ruths weit über das soldatische Maß hinaus Pflichterfüllung und Tapferkeit gezeigt und seinem Zugführer das Leben gerettet. „Ich möchte Sie heute hier für Ihre herausragende Tat mit allem Respekt und aller Anerkennung auszeichnen. Sie verdienen unsere Hochachtung. Sie sind ein Vorbild für alle Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr“, sagte Breuer.
Mit der Ehrung will Ruths mit dem Vorfall im Kosovo nach fast 25 Jahren endlich abschließen: „Ich habe das Gefühl, dass damit ein Kapitel zu Ende geht“, sagt er. „Jetzt kann ich damit abschließen.“
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