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Der Festakt zum Veteranentag beim HSG 64 in Laupheim begann mit einem Feldgottesdienst. Foto: HSG 64 Presse
Laupheim. Am 15. Juni 2026 zum zweiten Nationale Veteranentag setzte auch das in Laupheim stationierte Hubschraubergeschwader 64 ein deutliches Zeichen und richtete anlässlich dieses Jubiläums eine zentrale Veranstaltung aus. Unter dem Motto „Veterans, Family & Friends“ würdigte die Stadt gemeinsam mit der Bundeswehr den Einsatz aktiver und ehemaliger Soldaten. Unterstützt wurde die Veranstaltung dabei auch vom Landesverband Süddeutschland, der mit seinen Laupheimer Kameradschaften sowie dem Bezirksvorsitzenden Harald Lott prominent vertreten war und zum Gelingen des Tages beitrug.
Eine Stimme für viele: Vockerodt und die Würdigung der Veteranen
Den Auftakt bildeten ein feierlicher Feldgottesdienst sowie die offizielle Begrüßung durch Oberstleutnant Hanekamp, der den Kommodore vertrat. Im Mittelpunkt des Tages stand jedoch ein Mann, der stellvertretend für viele Veteranen sprach: Hauptmann a. D. Hagen Vockerodt. In einem eindrücklichen Vortrag schilderte er seine Erfahrungen aus insgesamt 1638 Einsatztagen – von den Konfliktregionen in Bosnien und im Kosovo bis in die Katastrophengebiete von Banda Aceh nach dem Tsunami sowie nach Afghanistan.
Als Medic und Fallschirmspringer erlebte Vockerodt Krieg und Krise aus nächster Nähe. Er versorgte Verwundete unter Beschuss, arbeitete im Chaos humanitärer Katastrophen und bewegte sich in Situationen akuter Lebensgefahr. Seine Schilderungen vermittelten nicht nur persönliche Eindrücke, sondern verliehen den oft unsichtbaren Belastungen und Leistungen vieler Einsatzveteranen eine Stimme. Damit wurde sein Beitrag zu einem zentralen Moment des Tages – eindringlich, authentisch und stellvertretend für eine ganze Generation von Soldaten.
Die besondere Wertschätzung für seinen Einsatz zeigte sich auch symbolisch: Vockerodt trug sich in das Goldene Buch der Stadt Laupheim ein. Darüber hinaus überreichten Oberbürgermeister Bergmann und Oberstleutnant Hanekamp Veteranenabzeichen an Mitglieder von Reservistenkameradschaften.
Gemeinsam sichtbar: Veteranenmarsch und Gelbe Schleife als starkes Symbol
Ein weiterer Höhepunkt war der rund neun Kilometer lange Veteranenmarsch quer durch Laupheim. Mehr als 60 Soldaten des Verbandes, Gäste sowie Oberbürgermeister Bergmann nahmen daran teil und machten die Verbundenheit zwischen Bundeswehr und Gesellschaft sichtbar. Diese enge Beziehung wurde schließlich auch dauerhaft im Stadtbild verankert: Gemeinsam mit Vertretern des Deutschen BundeswehrVerbandes brachten Oberbürgermeister Bergmann und Oberstleutnant Hanekamp die Gelbe Schleife an den Ortseingängen an.
Die Schleife gilt bundesweit als Zeichen der Solidarität mit den Soldatinnen und Soldaten – in Laupheim steht sie nun sichtbar für die besondere Nähe der Stadt zu ihrer Truppe. Sie krönt damit symbolisch einen Tag, der nicht nur dem Gedenken, sondern vor allem der Anerkennung und Verbundenheit gewidmet war.
Den Abschluss bildete ein kameradschaftliches Grillen, bei dem der Veteranentag in persönlicher Atmosphäre ausklang.
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