70 Jahre DBwV – Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Ein Abend im Zeichen des Jubiläums
Klartext in spannenden Zeiten
Zielgruppentagung des Unterstützungsbereichs
Personal-Lücken in der Litauen-Brigade
Frühstartrente: DBwV fordert auch Bundeswehrfamilien im Ausland zu berücksichtigen
Die Luftwaffe im Jubiläumsjahr – Verantwortung, Einsatz und Teamgeist
Die Anschläge vom 11. September 2001 – das Menetekel des 21. Jahrhunderts
Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Mandat ein letztes Mal verlängert: Bundeswehreinsatz UNIFIL im Libanon
EUFOR Althea und KFOR: Bundestag stimmt für Verlängerung
Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Erinnerung an Hauptfeldwebel Mischa Meier
Marsch zum Gedenken endet in der Gluthitze Berlins
Startschuss für den Marsch zum Gedenken 2026
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Im Mai 2025 wurde die Panzerbrigade 45 im litauischen Vilnius aufgestellt. Foto: Bundeswehr/Mario Bähr
Versetzungen nach Litauen – Meissner: Rahmenbedingungen nicht attraktiv genug
Weil es nicht gelingt, in allen Bereichen genügend Freiwillige für die Panzerbrigade 45 „Litauen“ zu werben, werden jetzt auch Soldaten ins Baltikum befohlen: Verteidigungsminister Boris Pistorus gab am Montag bekannt, künftig auch verpflichtende Versetzungen anzuordnen. Damit die Truppe Ende 2027 vollständig steht, müssen Frauen und Männer aus „Mangelbereichen“ wie Logistik und Informationstechnik identifiziert und nach Litauen geschickt werden. Derzeit geht das Ministerium von einem Bedarf im mittleren dreistelligen Bereich aus. Angedacht werden dabei auch Kurzzeitkommandierungen, Rotationsmodelle und dienstliche Kurzzeitaufenthalte. Wie diese aussehen sollen, bleibt offen.
Der stellvertretende Bundesvorsitzende Oberstabsgefreiter Marcus Meissner sieht diese Entscheidung kritisch: „Der Umstand, dass Boris Pistorius jetzt Verpflichtungen anordnen muss, zeigt eindeutig: Es ist nicht gelungen, die Rahmenbedingungen für den Dienst in Litauen für unsere Soldatinnen und Soldaten attraktiv genug zu gestalten.“ Ganz offenbar habe das BMVg an der Lebenswirklichkeit der Menschen von heute vorbeigeplant. So sei es beispielsweise gerade für ältere Soldaten mit Familie kompliziert, ganz besonders, wenn diese mitgehe und das Einkommen des Partners wegfalle.
Meissner weiter: „Jetzt Verpflichtungen anzuordnen, folgt militärischer Logik und löst vielleicht kurzfristig ein Problem in Litauen. Auf der anderen Seite hat die Kommandierung nach Litauen Folgen für die Einsatzbereitschaft der in Deutschland stationierten Einheiten und Verbände.“ Weitere unerfreuliche Konsequenzen drohten, wenn beispielsweise Soldaten auf Zeit, die gegen ihren Willen nach Litauen befohlen werden, sich anschließend nicht mehr weiterverpflichten. „Das wäre sehr ungünstig, denn diese Menschen brauchen wir dringend für den Aufwuchs unserer Bundeswehr!“
Der DBwV appelliert daher an Pistorius, bei jeder Verpflichtung ist ein Höchstmaß an Fingerspitzengefühl walten zu lassen. Grundsätzlich sollte die Maßgabe sein: So viel Freiwilligkeit wie möglich, so viel Verpflichtung wie nötig.
Der stellvertretende Bundesvorsitzende abschließend: „Auf jeden Fall muss jetzt nachgesteuert werden: Die Auswirkungen des Artikelgesetzes Zeitenwende müssen umgehend evaluiert werden, die Erkenntnisse müssen in ein neues Artikelgesetz einfließen.“Klar ist jedenfalls: Der DBwV steht seinen Mitgliedern bei Fragen zum Thema zur Verfügung.
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