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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Kräfte des Deutschen Einsatzkontingentes unterstützen die Grundschule in Al Azraq bereits seit dem Jahr 2018. Foto: PAO Al Azraq, Jordanien
Der Stellvertreter des Bundesvorsitzenden im Deutschen BundeswehrVerband, Oberstleutnant i.G. Marcel Bohnert, hat sich mit Angehörigen des Deutschen Einsatzkontingentes in Al Azraq getroffen und mit ihnen über die weitere Gestaltung eines Schulprojektes gesprochen. Die Grundschule auf der der „Muwaffaq Al Salti Air Base“ wird bereits seit längerem durch deutsche Kontingentangehörige und amerikanische Kräfte unterstützt, wobei sich Oberleutnant Aline W. derzeit federführend engagiert.
Auf die Frage, warum sie sich so einsetzt, hat sie eine einfache Antwort: „Wir sind auf Einladung des jordanischen Königs hier im Land und deshalb ist es uns wichtig, die Bevölkerung zu unterstützen. Dadurch können wir etwas für die uns entgegengebrachte Gastfreundschaft zurückgeben.“ Sie sieht in der Unterstützung zudem einen Beitrag für die Zukunft der Region: „Wir investieren hier in die Bildung der nächsten Generation von Jordaniern, und Bildung ist wichtig, um Frieden und Demokratie zu sichern.“
In den letzten Jahren erfolgte unter anderem eine Renovierung der Schule, bei der Klimaanlagen in Unterrichtsräumen ertüchtigt, Toiletten renoviert sowie ein Fußballplatz gebaut wurde. Die Finanzierung aller Maßnahmen wurde dabei ausschließlich durch private Spenden des Kontingentes gestemmt. Als nächstes sollen ein Spielplatz gebaut, Spielgeräte beschafft und Unterrichtsräume gestrichen werden.
Stabsfeldwebel Daniel S. ist Kontingentfeldwebel in Jordanien und Ansprechpartner für den Deutschen BundeswehrVerband im Auslandseinsatz. Er hat die Unterstützung des BundeswehrVerbandes für eine Versteigerung von Coins eingeholt, deren Erlöse in das Schulprojekt fließen werden. Für ihn ist das Projekt an der Grundschule besonders wichtig, weil die Eltern der Schulkinder meist Unteroffiziere in den jordanischen Streitkräften sind. Das dortige Durchschnittsgehalt läge bei umgerechnet ca. 1250 Euro pro Monat, wobei die Unteroffiziere in der Regel deutlich weniger verdienen würden. Die Lebenserhaltungskosten in Jordanien seien hoch und die Grundschule oft der einzige Zugang zu schulischer Ausbildung in der Region. Auf die Frage, warum gerade der Bau eines Spielplatzes so wichtig ist, antwortet Stabsfeldwebel Daniel S: „Gemeinschaftliches Spielen ist für alle Kinder ein wesentlicher Faktor, um sich weiterzuentwickeln – es wirkt sich auf das Wohlbefinden aus und steigert somit auch die schulische Leistungsfähigkeit.“
Oberstleutnant i.G. Marcel Bohnert, Stellvertreter des Bundesvorsitzenden im Deutschen BundeswehrVerband, zeigte sich von der Initiative begeistert. Sie stünde exemplarisch dafür, wie verantwortungsvoll sich deutsche Soldatinnen und Soldaten in Einsätzen auch über ihre originären Aufgaben hinaus für die Unterstützung der Bevölkerung engagieren würden. „Dass der BundeswehrVerband über seinen hiesigen Ansprechpartner unmittelbar und unbürokratisch helfen konnte, ist ein schöner Beleg für das Funktionieren des Konzeptes der Ansprechpartner Auslandseinsatz.“ Es würden noch mehr Freiwillige in allen Einsätzen der Bundeswehr gesucht.
Zum Schulprojekt in Al Azraq haben die deutsche Kontingentangehörigen einen Flyer herausgegeben, auf dem sie die Motivation für ihr Engagement beschreiben. Darin heißt es unter anderem: „Wir sind Väter, Mütter, Geschwister, Omas und Opas – sprich normale Menschen, denen es am Herzen liegt, besonders den Schwächsten der Gesellschaft zu helfen. Hier in Al Azraq haben wir die Gelegenheit ergriffen, die Kinder der örtlichen Grundschule, die sich auf der Muwaffaq Al Salti Air Base (kurz MSAB) befindet, zu unterstützen. An der Schule werden […] Jungen und Mädchen von der ersten bis zur sechsten Klasse unterrichtet. Der Schule wird regelmäßig durch Spenden und Tatkraft des Deutschen Einsatzkontingents geholfen.“
Das Projekt wird auch durch den Verein Lachen Helfen e.V. begleitet. Oberstleutnant i.G. Bohnert, der erst kürzlich eine engere Kooperation des Deutschen BundeswehrVerbandes mit dem Vorsitzenden von „Lachen Helfen“, Generalleutnant a.D. Jürgen Knappe, vereinbart hat, zeigte sich erfreut darüber, dass die Unterstützung der Soldatinnen und Soldaten hier durch nun auch ein Miteinander beider Vereine gewährleistet wird. Weitere Projektideen sind herzlich Willkommen!
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