70 Jahre DBwV – Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Ein Abend im Zeichen des Jubiläums
Klartext in spannenden Zeiten
Zielgruppentagung des Unterstützungsbereichs
Team Luftwaffe: Verantwortung übernehmen – Zukunft gestalten
Das Leben der anderen
„Last Call!“ – Der letzte Bundeswehr-Einsatz in Kabul
Kampfschwimmer – der Kern der Spezialkräfte der Marine
Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Mandat ein letztes Mal verlängert: Bundeswehreinsatz UNIFIL im Libanon
EUFOR Althea und KFOR: Bundestag stimmt für Verlängerung
Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Erinnerung an Hauptfeldwebel Mischa Meier
Marsch zum Gedenken endet in der Gluthitze Berlins
Startschuss für den Marsch zum Gedenken 2026
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Blick ins Innere der verwüsteten Synagoge an der Berliner Fasanenstraße Foto: Bundesarchiv
Der 9. November wird in Deutschland meist mit positiven Erinnerungen in Verbindung gebracht, fiel doch an diesem Tag nach Jahrzehnten der Teilung die Berliner Mauer und damit die Grenze zwischen der DDR und der BRD. Doch der 9. November markierte vor 80 Jahren ebenso einen Tiefpunkt der deutschen Geschichte: mit der Reichspogromnacht, in der die Nationalsozialisten einen großflächigen Angriff auf das jüdische Leben im deutschsprachigen Raum starteten.
Wie schon beim Reichstagsbrand 1933 nutzte das 1938 einen äußeren Vorwand, um Unterdrückung und Terror zu forcieren. Der polnische Jude Herschel Grynszpan verübte am 7. November in Paris ein Attentat auf den Legationsrat Ernst vom Rath, der zwei Tage später seinen Verletzungen erlag. Jetzt setzten die Nationalsozialisten ihren Sicherheitsapparat in Bewegung, um organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich zu ergreifen.
Anweisung per Fernschreiben von Reinhard Heydrich, dem Chef der Sicherheitspolizei, zeigen deutlich, wie stark die Nationalsozialisten lenkend eingriffen:
Bei den folgenden Pogromen – bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 auch Reichs-Kristallnacht oder Reichspogromnacht genannt – wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Mehr als 1?400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört.
Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, wo Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung verfolgte den Akt der Barbarei schweigend. Kaum eine Stimme und schon gar keine Hand rührte sich zur Verteidigung der jüdischen Mitbürger.
Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete. Juden durften jetzt keinen Handel, kein Handwerk und kein Gewerbe mehr betreiben, Diskriminierungen, Verbote und Auflagen wurden immer mehr, sie umfassten das gesamte alltägliche Leben. Den Juden wurde damit jegliche Existenzgrundlage genommen. Wer konnte, wanderte aus.
DIESE SEITE:
TEILEN:
FOLGEN SIE UNS: