70 Jahre DBwV – Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Ein Abend im Zeichen des Jubiläums
Klartext in spannenden Zeiten
Zielgruppentagung des Unterstützungsbereichs
Team Luftwaffe: Verantwortung übernehmen – Zukunft gestalten
Das Leben der anderen
„Last Call!“ – Der letzte Bundeswehr-Einsatz in Kabul
Kampfschwimmer – der Kern der Spezialkräfte der Marine
Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Mandat ein letztes Mal verlängert: Bundeswehreinsatz UNIFIL im Libanon
EUFOR Althea und KFOR: Bundestag stimmt für Verlängerung
Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Erinnerung an Hauptfeldwebel Mischa Meier
Marsch zum Gedenken endet in der Gluthitze Berlins
Startschuss für den Marsch zum Gedenken 2026
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
In der deutschen Geschichte geschahen viele prägende Ereignisse an einem 9. November. Montage: DBwV
Berlin. Gibt es so etwas wie einen deutschen Schicksalstag? Falls ja, dann ist dies der 9. November. Es ist Zufall, gewiss – doch etliche Ereignisse der deutschen Geschichte, die für Wendepunkte, Revolutionen oder Umbrüche stehen, sind mit diesem Datum verbunden. Wir werden in den kommenden Tagen über einige dieser markanten Ereignisse der deutschen Geschichte berichten, die an einem 9. November ihren Lauf nahmen.Das Kalenderblatt zeigt auch im Jahr 1848 diesen Tag, als das Leben von Robert Blum vor einem Exekutionskommando in Wien ein jähes Ende findet. Während der ersten deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche zählte Blum als politischer Führer der linken Demokraten zu den einflussreichen Politikern jener Zeit. Ende Oktober 1848 zog es Blum nach Wien, um auch dort die aufflammende revolutionäre Bewegung zu unterstützen. Auf den Barrikaden der Stadt kämpfte er gegen die kaiserlichen Truppen – und verlor diesen Kampf. Kurz darauf wurde er hingerichtet. Bald darauf fand die Revolution auch in Preußen und den deutschen Fürstentümern ein Ende. So steht der Tod Blums an einem 9. November auch für das Scheitern des Kampfes um Einigkeit und Freiheitsrechte in der Revolution von 1848.70 Jahre später war es erneut eine revolutionäre Bewegung, die für einen Wendepunkt in der deutschen Geschichte sorgte. Matrosenrevolten und die sich abzeichnende militärische Niederlage besiegelten das Schicksal des Kaiserreichs, das seit 1871 bestand. Am 9. November 1918 gab Reichskanzler Max von Baden die Abdankung des deutschen Kaisers Wilhelm II. und den Thronverzicht des Kronprinzen bekannt. Einen Tag später ging der Ex-Regent ins niederländische Exil, wiederum einen Tag später war der Krieg mit dem Waffenstillstand zu Ende.
Mit der Weimarer Republik war die freiheitlichste politische Ordnung, die es je für einen deutschen Staat gegeben hatte, geboren. Doch die Zeiten blieben turbulent. Der Putsch eines gescheiterten Künstlers und Weltkriegsteilnehmers, der Münchens Biersäle mit seiner hasserfüllten Rhetorik zum Toben brachte, war nur einer der zahlreichen frühen Versuche eines Staatsstreichs gegen die Republik. Es war der 9. November 1923, als Adolf Hitler mit mehreren tausend Anhängern zur Feldherrnhalle zog. Am Abend zuvor hatte er die „Nationale Republik“ ausgerufen. Der Aufstand brach im Feuer der Polizei zusammen, aber auch hier ist das geschichtsträchtige Datum als Weichenstellung in Richtung Untergang der glücklosen ersten Republik deutbar.Zehn Jahre später hatten es die Nationalsozialisten geschafft und waren an die Macht gelangt. Im November 1938 war die uneingeschränkte Macht des Diktators so gefestigt, dass die nächste Stufe auf der Eskalationsleiter der staatlichen Repressionen gegen Juden und politische Gegner des Regimes erklommen werden konnte. In der Nacht vom 9. Auf den 10. November wurden Geschäfte und Wohnungen jüdischer Mitbürger zerstört, mehr als 1400 Synagogen im ganzen Land wurden geschändet und in Brand gesteckt. Hunderte Menschen starben.
Mehr als 50 Jahre später, Deutschland war infolge des Zweiten Weltkriegs geteilt, wurde deutlich, wie kleine Details große Umwälzungen in der Geschichte auslösen können. Als Günter Schabowski, Sekretär für Informationswesen im Zentralkomitee der SED, am 9. November 1989 in einer Pressekonferenz neue Regelungen für Reisen von DDR-Bürgern ins westliche Ausland vorstellte, unterlief ihm ein verhängnisvoller Fehler. Schlecht vorbereitet und stockend verkündete Schabowski auf Nachfrage eines Journalisten, dass die Reisefreiheit nach seiner Kenntnis „sofort, unverzüglich“ in Kraft trete. Die Folgen sind bekannt. Noch in der gleichen Nacht kam es zu einem Massenansturm von Ost-Berlinern auf die Grenze zum Westen. Überforderte und von ihren Vorgesetzten im Stich gelassene DDR-Grenzbeamte trafen die einzig richtige Entscheidung: Sie öffneten die Grenze. Die Mauer, die Ost und West mehr als 28 Jahre geteilt hatte, war gefallen, der Weg zur deutschen Einheit geebnet. Damit wurde der 9. November auch zu einem Freudendatum der Deutschen. Dem Zufall sei Dank.
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