Hauptmann a.D. Torsten Küppers bedankte sich beim Stellvertreter des Oberbürgermeister Aachens, Ralf Otten (rechts) für die offenen Worte mit einem herbstlichen Referentengeschenk. Ein kleiner Imbiss und entspannte Gespräche im Kameradenkreis ließen einen weiteren Vortragsabend der Kameradschaft ausklingen. Foto: Barbara Fink-Abicht

Hauptmann a.D. Torsten Küppers bedankte sich beim Stellvertreter des Oberbürgermeister Aachens, Ralf Otten (rechts) für die offenen Worte mit einem herbstlichen Referentengeschenk. Ein kleiner Imbiss und entspannte Gespräche im Kameradenkreis ließen einen weiteren Vortragsabend der Kameradschaft ausklingen. Foto: Barbara Fink-Abicht

02.11.2026
tk/ga

Aachen: Zwischen Verteidigung und Vorsorge - Aachen als verlässlicher Partner der Bundeswehr

Zu der vergangenen, gut besuchten Vortragsveranstaltung der Kameradschaft Ehemalige, Reservisten und Hinterbliebene (KERH) Aachen konnte der Vorsitzende, Hauptmann a.D. Torsten Küppers, rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen. Gastredner der Veranstaltung war der erste Stellvertreter des Oberbürgermeisters Aachens, Ralf Otten (CDU). Otten gab tiefe Einblicke zu zwei der aktuell drängendsten Zukunftsthemen der Stadt: dem wachsenden Flächenbedarf der Bundeswehr und den sozialen Herausforderungen des demografischen Wandels.

Zunächst gedachte die Kameradschaft ihres verstorbenen Kameraden, Oberfeldwebel d.R. Alexander Pietschmann. Auch die langjährige Mitgliedschaft von Kameraden wurde geehrt. Die Urkunde des Bundesvorsitzenden und Ehrennadel wurde übergeben an Oberstabsfeldwebel Sven Knob (40 Jahre Mitglied), sowie für jeweils 50 jährige Mitgliedschaft Stabsunteroffizier a.D. Karl Nittritz, Stabshauptmann a.D. Kunibert Sack und Feldwebel d.R Hans-Jürgen Androsch.

Im Rahmen seines Vortrags überbrachte Otten die Grüße des Oberbürgermeisters und widmete sich der nationalen Sicherheit und deren lokalen Auswirkung. Durch die veränderte geopolitische Lage und den damit verbundenen Aufwuchs der Bundeswehr steige auch in Aachen der Bedarf an militärisch genutzten Flächen. Otten unterstrich in seinen Ausführungen dabei die unbedingte Notwendigkeit dieser Entwicklung. Dass dieser Prozess jedoch eine sorgfältige Abwägung erfordere, zeigt ein konkretes Beispiel: Ein erster Vorschlag der Bundeswehr zur Flächennutzung im Bereich Beverau sei von der Stadt Aachen in einer offiziellen Stellungnahme negativ beschieden worden. Dennoch würden alle Seiten betonen, dass die grundsätzliche Dialogbereitschaft davon unberührt bliebe. Dieser partnerschaftliche Austausch sichere die Zukunftsfähigkeit der Bundeswehr vor Ort, während gleichzeitig die Interessen der städtischen Bevölkerung möglichst gewahrt würden. Eine Entscheidung sei mit der Stellungnahme allerdings noch nicht gefallen. Im weiteren Verlauf seines Vortrags schlug Otten die Brücke zu einem ganz anderen, aber ebenso existenziellen Thema: dem sozialen Miteinander und dem Älterwerden in Aachen. Der demografische Wandel würde die städtische Gemeinschaft vor neue Herausforderungen stellen, so Otten, bei denen die Bürgerinnen und Bürger nicht allein gelassen werden dürften. Die Leitstelle „Älter werden in Aachen“ zum Beispiel richtet sich an alle Aachener Bürger und Bürgerinnen über 60 Jahre und deren Angehörige, die sich mit dem Älterwerden beschäftigen. Die Beratungen und Informationen sind kostenlos und unverbindlich. Im Rahmen der anschließenden, intensiven Fragerunde legte er seine eigene positive Einstellung zum bundesweiten Veteranentag dar und schlug vor, dem Aachener Stadtrat dieses Thema mit einem Antrag nahezubringen, berichtete der Vorsitzende Torsten Küppers.

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