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Die Vorsitzenden ERH, Hauptmann Ingo Zergiebel (r.) und Hauptmann a.D./Stabshauptmann d.R. Ernst Wendland, bei der Eröffnung der mehrtägigen Zielgruppentagung ERH in Berlin. Foto: Sarina Flachsmeier
Wie kann Kameradschaft nach dem Ende der aktiven Soldatenzeit gelebt werden? Die Zielgruppentagung ERH in Berlin will Antworten liefern.
Für Oberstabsfeldwebel a.D. Peter Donner endete das Leben als aktiver Luftwaffensoldat vor nunmehr zehn Jahren. „Für mich war es selbstverständlich, weiterhin dem Deutschen BundeswehrVerband anzugehören, weil gerade für den ausscheidenden Berufssoldaten der Deutsche BundeswehrVerband der einzige Ansprechpartner ist, wenn es um die Fragen Versorgung, Beihilfe und andere Dinge des Lebens des ehemaligen Berufssoldaten geht“, sagt Donner, Vorsitzender der KERH Köln Porz-Wahn.
So wie Oberstabsfeldwebel a.D. Donner geht es wohl (fast) allen ehemaligen Soldaten, die zur Zielgruppentagung ERH nach Berlin gereist sind, um heute und an den kommenden Tagen Lösungen für die Probleme zu suchen, die inzwischen vielen KERH enorme Sorgen bereiten.
„Es wird immer schwieriger, Nachwuchs zu bekommen. Die Menschen werden tendenziell immer ich-bezogener“, sagt Hauptmann a.D./Stabshauptmann d.R. Ernst Wendland, stellvertretender Vorsitzender ERH im Deutschen BundeswehrVerband. „Sie wissen“, spricht Wendland die im Sitzungsraum versammelten Kameraden an, „Sie wissen, was getan werden muss, damit es eine gesicherte Zukunft für die ERH geben könnte.“
Hauptmann a.D. Steffen Braun wusste es gleich. Als er nach seiner letzten Verwendung am Zentrum Informationsarbeit der Bundeswehr in Strausberg 2016 in Pension ging, wurde er sogleich Mitglied in der KERH Neubrandenburg. „Ich bin dort sofort in den Vorstand hineingewählt worden, weil man natürlich immer junge Kameraden gebrauchen kann, die im Vorstand mitarbeiten“, sagt Hauptmann a.D. Braun. „Mittlerweile bin ich der Vorsitzende dieser Kameradschaft in Neubrandenburg.“ Große Freude bereite es ihm, regelmäßig Veranstaltungen zu organisieren, um das Vereinsleben aufrechtzuerhalten.
„Wir müssen uns um unsere Soldaten, aber auch um unsere ehemaligen Soldaten kümmern, hier liegt bei mir der Schwerpunkt“, sagt Oberstabsfeldwebel a.D. Uwe Schenkel. Bis 2011 versah er seinen Dienst beim Panzergrenadierlehrbataillon 92 in Munster, dann ging er in den Ruhestand. Seit 2013 ist Oberstabsfeldwebel a.D. Schenkel Vorsitzender ERH im Landesverband Nord des Deutschen BundeswehrVerbandes. „Die Vorstände werden immer älter, immer weniger aktive junge Pensionäre suchen den Weg in die ERHs.“ Das ist ein gewaltiges Problem, auch wenn momentan noch etwa 72.000 Ehemalige, Reservisten und Hinterbliebene in circa 250 ERHs gelistet sind.
Hauptmann Ingo Zergiebel, Vorstand ERH und Mitglied des Bundesvorstands des Deutschen BundeswehrVerbandes, verdeutlicht mit einer Randbemerkung und einem Blick Richtung Zukunft das Ausmaß des tatsächlichen Problems. „Es ist traurig“, sagt Hauptmann Zergiebel, „aber viele Aktive wissen gar nicht, was KERH bedeutet.“
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