70 Jahre DBwV – Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Ein Abend im Zeichen des Jubiläums
Klartext in spannenden Zeiten
Zielgruppentagung des Unterstützungsbereichs
Das Leben der anderen
„Last Call!“ – Der letzte Bundeswehr-Einsatz in Kabul
Kampfschwimmer – der Kern der Spezialkräfte der Marine
Gefahr im Anflug: Warum Deutschland bei der Drohnenabwehr hinterherhinkt
Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Mandat ein letztes Mal verlängert: Bundeswehreinsatz UNIFIL im Libanon
EUFOR Althea und KFOR: Bundestag stimmt für Verlängerung
Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Erinnerung an Hauptfeldwebel Mischa Meier
Marsch zum Gedenken endet in der Gluthitze Berlins
Startschuss für den Marsch zum Gedenken 2026
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) reist nun doch nicht in den Irak Foto: dpa
Berlin. Die irakische Regierung hat Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) einen Besuch im autonomen Kurdengebiet verweigert und damit für einen Eklat gesorgt. Gabriel reagierte nach einem Bericht des „Spiegel“ mit einer Absage der kompletten Reise, die für Anfang November geplant war. Auch eine Intervention von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei Regierungschef Haider al-Abadi half nicht weiter. Der Vorfall ist besonders heikel, weil im Nordirak 140 deutsche Soldaten stationiert sind, die Gabriel damit nicht besuchen konnte. Die Bundeswehrtruppe bildet kurdische Soldaten für den Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) aus. Gabriel ist in der Bundesregierung der federführende Minister für die Mandatierung der Bundeswehreinsätze. Und er stimmt als Abgeordneter im Parlament über die Missionen mit ab. Nach einem Besuchsverbot für Bundestagsabgeordnete im türkischen Incirlik hatte die Bundesregierung die dort stationierten Soldaten abgezogen und nach Jordanien verlegt. Regierung und Opposition bestehen einhellig darauf, dass Abgeordnete Soldaten im Einsatz besuchen können müssen, weil sie die Entscheidung über teils lebensgefährliche Missionen treffen. Die Grünen sprachen von einem „Affront“ gegen Gabriel, die Linke äußerte dagegen Verständnis für die Haltung Bagdads. Die Kurden hatten im September in einem Referendum mit großer Mehrheit für die Unabhängigkeit vom Irak gestimmt. Daraufhin isolierte die Zentralregierung die Region und rückte in Gebiete vor, die zuvor unter Kontrolle der Kurden waren.
Gabriel, der nur noch geschäftsführend im Amt ist, wollte sich ein Bild von der Lage machen und dafür sowohl Bagdad als auch die Kurden-Hauptstadt Erbil besuchen. Die Zentralregierung signalisierte ihm vor der Reise laut „Spiegel“ aber, dass der Besuch unerwünscht sei. Das Auswärtige Amt wollte den Bericht am Donnerstag nicht kommentieren. Auch von der irakischen Regierung war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die erste Beratung über eine dreimonatige Verlängerung des Einsatzes im Nordirak fand am Mittwoch im Bundestag statt. Gabriel setzte sich dabei für eine Fortsetzung ein: „Eine Beendigung zum jetzigen Zeitpunkt würde das Signal senden, dass wir den Irak sich selbst überlassen“, sagte der Minister, der seit Konstituierung des Bundestags im Oktober nur noch geschäftsführend im Amt ist. Die Abstimmung über die vorübergehende Verlängerung des Einsatzes soll Mitte Dezember stattfinden. Im März muss der Bundestag dann erneut entscheiden. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass es bis dann eine neue Regierung gibt. Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen ist das jetzt wieder unklar. Der Linken-Abgeordnete Alexander Neu nannte die Blockade des Gabriel-Besuchs bei den Kurden durch die irakische Regierung „mehr als verständlich“. „Angesichts deutscher Waffenlieferungen und Ausbildung kurdischer Kräfte durch Deutschland ist die kurdische Seite militärisch derart gestärkt worden, dass sie ihre Sezessionsambitionen selbstbewusster formulieren“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Grünen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger zeigte sich dagegen besorgt. „Das ist angesichts der sehr schwierigen Lage im Irak ein nicht nachvollziehbarer Affront, insbesondere da Sigmar Gabriel sich mit dieser Reise für Vermittlung und Versöhnung zwischen den verschiedenen Gruppen im Irak eingesetzt hat“, erklärte sie.
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