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Für die Baltenstaaten war es ein historischer Moment: Vor drei Jahrzehnten packten die russischen Soldaten endgültig ihre Koffer - der Endpunkt eines einschneidenden Kapitels des Zweiten Weltkriegs.
Tallinn/Riga. Mit Gedenkveranstaltungen haben Estland und Lettland an den 30. Jahrestag des Abzugs der russischen Streitkräfte aus den beiden baltischen Staaten erinnert. Mehr als 50 Jahre nach der Besatzung durch die sowjetische Rote Armee hatten am Abend des 31. August 1994 die letzten dann russischen Truppen die heutigen beiden EU- und Nato-Staaten verlassen.
In Tallinn und Riga erinnerten die Präsidenten Alar Karis (Estland) und Edgars Rinkevics (Lettland) an die symbolische, politische und rechtliche Bedeutung der Ereignisse vor drei Jahrzehnten. Ohne den Truppenabzug seien weder eine echte Unabhängigkeit noch der Weg zum 2004 erfolgten Beitritt zu EU und Nato möglich gewesen, betonten die beiden Staatsoberhäupter bei Treffen mit damals an den Abzugsverhandlungen mit Russland beteiligten Personen.
Schwierige Verhandlungen
Von den Zeitzeugen wurden dabei die schwierigen und schleppenden Gespräche mit Moskau hervorgehoben, in die sich auch westliche Großmächte einschalteten - darunter auch Deutschland. Gewürdigt wurden die wichtige Rolle und Weitsicht der beiden damaligen Staatschefs von Estland und Lettland, Lennart Meri (1929-2006) und Guntis Ulmanis, die den Truppenabzug beide jeweils mit dem damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin in Moskau besiegelten.
«Psychologisch, militärisch, wirtschaftlich, in jeglicher Hinsicht ist dies eines der wichtigsten Ereignisse der Nachkriegszeit, wenn nicht sogar das wichtigste Ereignis, in den baltischen Staaten», sagte der von 1991 bis 1999 amtierende Ulmanis der Deutschen Presse-Agentur am Samstag am Rande einer weiteren Gedenkfeier im lettischen Kriegsmuseum in Riga über den Truppenabzug. «Nichts könnte wichtiger gewesen sein. Ich habe während meiner beiden Amtszeiten als Präsident eigentlich nur über diese Frage nachgedacht und dafür gearbeitet, Russlands Einfluss in Lettland zu verringern.»
Nicht alle zogen ab
Mit dem Abzug der Truppen endete ein halbes Jahrhundert russischer Militärpräsenz im Baltikum, nachdem genau ein Jahr zuvor bereits die russischen Streitkräfte aus Litauen abgerückt waren. In Lettland verblieben für einige Zeit aber noch wenige russische Spezialisten zum Betreiben eines Raketenfrühwarnsystems in Skrunda, in Estland für ein Ausbildungszentrum für Atom-U-Boote in Paldiski. Nach dem Abzug verblieben zudem zahlreiche ehemalige sowjetische Armeeangehörige. Zu Sowjetzeiten waren Hunderttausende Soldaten im Baltikum stationiert.
Die Sowjetunion hatte sich im Juni 1940 die baltischen Staaten nach dem deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt einverleibt. Erst 1991 erhielten Estland, Lettland und Litauen ihre Freiheit zurück.
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