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Die Pandemielage lässt derzeit noch kein anderes Format zu, aber die Technik macht es möglich, dass die Landesversammlung West satzungskonform durchgeführt werden kann. Foto: DBwV/Yann Bombeke
Die Landesversammlung West des Deutschen BundeswehrVerbandes ist gestartet – und das ganz anders als üblich: Es ist die erste digitale Landesversammlung in der Geschichte des Verbandes.
Vor zwei Jahren, bei der vergangenen Versammlung der Delegierten des Landesverbands West in Bad Neuenahr/Ahrweiler, hätte man sich selbst in kühnsten Visionen nicht das Pandemie-Szenario der nächsten Zusammenkunft ausmalen können. Erstmals findet die Landesversammlung nicht im Westen, sondern in Berlin statt, in der Bundesgeschäftsstelle des DBwV. Und zum ersten Mal kommen nicht alle Delegierten an einem Ort zusammen, sondern schalten sich digital zusammen, um über den künftigen Kurs des Verbandes zu entscheiden. „Das ist für alle ungewohnt, aber es ist nicht zu ändern. Wir nehmen die Herausforderung an“, sagte Landesvorsitzender Oberstleutnant Lutz Meier im Vorfeld.
Und doch fing alles so an, wie eben jede Landesversammlung mit ihren bekannten Ritualen beginnt: Nach organisatorischen Hinweisen wurde der jener Verbandsmitglieder gedacht, die in den vergangenen zwei Jahren verstorben sind. Nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit und der Genehmigung der Tagesordnung für die kommenden Tage, wurde das fünfköpfige Präsidium unter dem Vorsitz von Oberstleutnant Linus Strelau gewählt, das die Leitung der Landesversammlung übernimmt. Ebenso wählten die Delegierten Wahl- und Redaktionsausschuss. Die gewählten Vertreter der Kameradschaften sitzen dabei daheim in ihren Wohnstuben oder Arbeitszimmern. Die Technik macht es möglich, dass sie digital abstimmen oder sich auch zu Wort melden können.
Zuvor hatte der Erste Stellvertreter des Bundesvorsitzenden, Oberstabsfeldwebel a.D. Jürgen Görlich, in einer Videobotschaft der Versammlung einen guten Verlauf gewünscht. Görlich sprach von zwei historischen Ereignissen: Zum einen feiere der DBwV in diesem Jahr seinen 65. Geburtstag. Und dann erlebe man in diesen Tagen die erste digitale Landesversammlung in der Geschichte des Verbandes.
Bis Mittwoch werden die rund 210 Delegierten aus den acht Bezirken des über 56.000 Mitglieder starken Landesverbands West eine Fülle von Anträgen beraten und beschließen. Diese werden dann in die Hauptversammlung im kommenden Dezember eingebracht. Mit den dort gefassten Beschlüssen werden die Weichen für den künftigen Kurs des Verbandes gestellt – so funktioniert die Basisdemokratie, die im Deutschen BundeswehrVerband seit nunmehr 65 Jahren in bewährter Weise praktiziert wird.
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