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Köln. Bundeswehrsoldaten und zivile Einsatzkräfte haben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Montag in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn gezeigt, wie sie zusammenarbeiten würden, wenn Truppen durch Deutschland an die Nato-Ostflanke verlegt würden. Es gehe darum, zu verstehen, «was alles ineinandergreifen muss, damit die Sicherheit in unserem Land gewährleistet werden kann», sagte Scholz. Für ihn sei es gut zu sehen, «dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, Strukturen aufzubauen, die funktionieren und die sich weiterentwickeln können».
Es gehe dabei nicht nur um militärische Sicherheit, sondern auch darum, etwa im Fall von Naturkatastrophen gewappnet zu sein, betonte Scholz. Geprobt wurde für den fiktiven Fall, dass Russland eine Großübung in der Nähe seiner Westgrenze durchführt und westliche Dienste die Gefahr eines realen Angriffs befürchten. Nato-Truppen werden dafür über die «Drehscheibe Deutschland» nach Osten verlegt.
Scholz - der für den Besuch in Köln mit einer Transportmaschine der Luftwaffe aus Berlin anreiste - wurden verschiedene Stationen eines fiktiven US-Konvois gezeigt, bei dem etwa Luftwaffe, Luftabwehr, Heimatschutz, Zivilschutz oder die Spezialeinheit GSG 9 eine Rolle spielten. Gezeigt wurde zum Beispiel die Arbeit der ABC-Abwehr nach einem fiktiven Sabotageakt, bei dem Chemikalien austraten.
Es gehe um Zusammenarbeitsstrukturen zwischen Bundeswehr und vielen zivilen Kräften, sagte Scholz. Das habe bei der Übung gut funktioniert, solle aber weiterentwickelt werden, «damit wir aus der Zeitenwende, die der russische Angriffskrieg auf die Ukraine darstellt, auch die richtigen Schlüsse ziehen».
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