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Das deutsche Team der Invictus Games 2025 in Vancouver: Einmal Gold und einmal Bronze haben die Athleten der Bundeswehr gewonnen. Aber um Medaillen geht es weniger. Foto: Naef Adebar
Stabsfeldwebel Naef Adebar war wieder als Betreuer bei den Invictus Games dabei. Dieses Mal hat die IG-Familie die Spiele im kanadischen Vancouver gefeiert.
Das war Gänsehaut pur“, sagt Stabsfeldwebel Naef Adebar: 60.000 Menschen in der Rogers Arena in Vancouver und mittendrin die 22 Athletinnen und Athleten des Deutschen Teams für die Invictus Games 2025 in Kanada. In den Jahren 2016 und 2017 war Adebar, der beim Karfreitagsgefecht vor 15 Jahren in Afghanistan verwundet wurde, als Athlet dabei; seitdem als Betreuer von der Gruppe Sporttherapie an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf.
Es waren sehr gute Games, denn der Großteil der Mitglieder des deutschen Teams hat seine persönlichen Ziele und Bestzeiten erreicht. „Allein, dass ein Teilnehmer es schafft, eine Menschenmenge von mehr als 60?000 Besuchern zu ertragen, ist ein persönliche Erfolg für jeden Einzelnen“, erklärt Naef Adebar die Herausforderung, vor der die Sportlerinnen und Sportler stehen.
Oberleutnant Niklas Karius hat Gold im Biathlon gewonnen, Oberstabsgefreiter Philipp Schäfer holte Bronze in seiner Disziplin Skilanglauf. Major Achim Gasper schlitterte im Alpin-Ski um vier Hundertstel an einer Medaille vorbei. „Aber darum geht es nicht bei den Invictus Games. Es geht darum, sich seinen Ängsten zu stellen und daraus zu lernen. Es geht auch darum, Zeit mit der Familie zu verbringen, denn die Vorbereitungszeit von mehr als einem Jahr sorgt dafür, dass man Abstriche machen muss, bis man sich wieder seinem Partner, seiner Partnerin und den Kindern ausgiebig widmen kann.“
Ein Medaillenspiegel werde mit Bedacht nicht geführt. „Es geht nicht um sportliche Höchstleistungen oder einen Leistungsvergleich. Es geht um den Geist der Spiele, um Kameradschaft, um grenzüberschreitende Freundschaft und Verbundenheit. Die Games sind eine Rehabilitationsmaßnahme, das Ziel ist es, dass unsere Teilnehmer danach einen großen Schritt vorangekommen sind“, erklärt der 42-jährige Stabsfeldwebel Naef Adebar das Prinzip. Im Jahr 2027 zu den Spielen in Birmingham wird die Invictus-Games-Familie sich wieder in diesem Geist treffen.
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