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Kapitänleutnant Christian Ostermann vom Logistikbataillon 171 "Sachsen-Anhalt" befördert auf dem Apellplatz der Clausewitz-Kaserne einen Soldaten seiner Kompanie zum Koporal. Der Soldat gehörte zu den ersten Bundeswehrangehörigen die zu Koporalen befördert wurden, da die Bundeswehr erst zum 01. Oktober 2021 den neuen Dienstgrad eingeführt hatte. Foto: dpa/Gabbert
Burg. Im Spätsommer waren die neuen Dienstgrade eingeführt worden, nun hat die Bundeswehr die ersten Mannschaftssoldaten zu Korporalen befördert. Diesen Dienstgrad erhalten auch künftig die besten Mannschaftssoldaten und -soldatinnen.
Die bundesweit ersten vier Korporale wurden am heutigen 1. Dezember bei einem feierlichen Appell in der Clausewitz-Kaserne im sachsen-anhaltischen Burg (Jerichower Land) befördert - zwei aus dem Heer, einer aus der Luftwaffe und einer von der Marine, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Der Korporal - und der Stabskorporal - sind die zwei neuen Dienstgrade oberhalb des Dienstgrads Oberstabsgefreiter.
Herzlich willkommen und viel Soldatenglück! Unsere ersten 4 Korporale sind heute Morgen in Magdeburg befördert worden. Mit dem neuen Mannschaftsdienstgrad in der #Bundeswehr werden besondere Leistungen ausgezeichnet - er ist Ausdruck unserer Wertschätzung für die SoldatInnen. pic.twitter.com/bFyirZPevs— Verteidigungsministerium (@BMVg_Bundeswehr) December 1, 2021
Herzlich willkommen und viel Soldatenglück! Unsere ersten 4 Korporale sind heute Morgen in Magdeburg befördert worden. Mit dem neuen Mannschaftsdienstgrad in der #Bundeswehr werden besondere Leistungen ausgezeichnet - er ist Ausdruck unserer Wertschätzung für die SoldatInnen. pic.twitter.com/bFyirZPevs
Die Bundeswehr will mit 5000 neuen Dienstposten bis 2031 die Laufbahn der Mannschaften attraktiver machen. Bis Anfang April 2022 sollen die ersten 1400 Korporale ernannt sein. Mit der Beförderung ist den Angaben zufolge eine bessere Bezahlung verbunden. Aus Sicht des Ministeriums soll die Einführung der Korporale und Stabskorporale die Attraktivität des Dienstes befördern, indem den leistungsstärksten Soldatinnen und Soldaten in der Laufbahn der Mannschaften des Truppendienstes eine weiterreichende Perspektive geboten werde.
Den sozialen Fortschritt für die Mannschaften begrüßt der DBwV – warnt aber auch vor Unwuchten im System: „Zu Recht beklagen gerade unsere Unteroffiziere die weitere Abnahme des Abstandsgebotes“, sagte Oberstleutnant i.G. Dr. Buch zu dem Thema. So könne ein gestandener Stabskorporal mit Amtszulage unter Umständen mehr verdienen als ein junger Feldwebel. „Dieser fragt sich zurecht, weshalb er Lehrgänge, Prüfungen und Versetzungen über sich ergehen lassen muss, ohne zumindest zu Beginn der Laufbahn einen spürbaren finanziellen Vorteil zu haben“, sagt das Bundesvorstandsmitglied. Und: „Das Thema zeigt: Es wird endlich Zeit, dass der Dienstherr auch etwas für die Unteroffiziere tut. Entweder eine qualifikationsgerechte Besoldung, zusätzliche Erfahrungsstufen oder neue weitere Spitzendienstgrade. Vieles ist denkbar und sollte machbar sein!“
In den Armeen befreundeter Nationen wird der Korporal mal der Laufbahngruppe der Mannschaften, mal der Laufbahngruppe der Unteroffiziere zugeordnet. Unterschiedlich ist auch festgelegt, wie man Korporal wird: In Frankreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten etwa muss man einen Lehrgang bestehen, um zum Korporal befördert zu werden. In den Niederlanden wiederum erlangt man den Dienstgrad nach einer längeren Zeit im Mannschaftsrang.
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