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Das Bildungswerk des Deutschen BundeswehrVerbandes unterstützt mit Seminaren zur politischen Bildung - nun waren Chefs und Spieße der 1. Panzerdivision zu Gast in Berlin. Foto: Oliver Krause
Chefs und Spieße der 1. Panzerdivision erlebten beim Seminar des Bildungswerkes und des Landesverbands Nord, wie die Wehrbeauftragte die Bundeswehr sieht, wie der Verteidigungsausschuss arbeitet und warum Verteidigungspolitik für „Die Welt“ so wichtig ist.
Politische Bildung leistet einen wichtigen Beitrag: Sie hilft, historische Zusammenhänge zu verstehen und politische Prozesse differenziert analysieren zu können; sie stärkt das Wertbewusstsein und fördert die moralische Urteilsfähigkeit. Bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung von Seminaren unterstützt das Bildungswerk des Deutschen BundeswehrVerbandes Bundeswehreinheiten und -verbände mit einem breiten Netzwerk, jahrelanger Expertise und seinem natürlichen Verständnis für die Bundeswehr als „Tochter“ des Verbandes. Doch was heißt das konkret? Wie kann man politische Bildung in der Realität erleben?
Für Kompaniechefs und Kompaniefeldwebel der 1. Panzerdivision haben das Bildungswerk und der Landesverband Nord in Kooperation und in enger Abstimmung mit der Division kürzlich in Berlin ein vollgepacktes Seminar ausgerichtet. Die Seminarleitung lag beim Landesvorsitzenden Nord, Oberstleutnant Thomas Behr, und Oliver Krause, dem Geschäftsführer des Bildungswerkes. Das Seminar begann mit einem Vortrag zur Lage in der Ukraine. Brigadegeneral Dr. Christian Freuding, Leiter Sonderstab Ukraine im BMVg, referiert dabei zur Frage, wie Deutschland das von Russland angegriffene Land unterstützt und welche Erfolge die ukrainische Armee inzwischen verbuchen kann.
Der Bundesnachrichtendienst (BND) ist vielleicht mehr noch als Bundeswehr oder Polizei als „Schmuddelkind“ verschrien. Dabei leisten seine Agenten und Auswerter einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit unseres Landes und der Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten im Einsatz. Welchen Auftrag der Auslandsnachrichtendienst genau hat, wie er arbeitet und mit welchen Mitteln er kontrolliert wird, auch damit setzte sich das Seminar bei einem Besuch im BND-Besucherzentrum auseinander – und wurden dabei auch von Vize-Präsident Generalmajor Wolfang Wien wahrgenommen. Dabei wurde u.a. die haltlose Annahme vom unkontrollierten Dienst, der sich nicht an Recht und Gesetz hält, geradegerückt.
Stichwort Auslandseinsätze: Über den Afghanistaneinsatz, dessen Evaluierung und über die Lehren, die jetzt schon gezogen werden können, referierte Prof. Dr. Sönke Neitzel, Militärhistoriker und Bestsellerautor („Deutsche Krieger“) von der Universität Potsdam im Anschluss. Neitzel kritisierte insbesondere die Politik für ihren Umgang mit dem einschneidendsten Auslandseinsatz in der bundesdeutschen Geschichte.
In der aktuellen Lage durfte aber auch eine Diskussion zur „Zeitenwende“ in der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik nicht fehlen. Denn trotz der starken Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am 27. Februar 2022, gibt es zur Ampel-Koalition auch kritische Stimmen, zuletzt waren diese auf der Bundeswehrtagung zu hören. Hält die Bundesregierung ihren Kurs? Über diese Frage diskutierte die Gruppe mit Lars Klingbeil, dem Bundesvorsitzenden der SPD, im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages. Im Anschluss ging es weiter zur „Anwältin“ der Soldatinnen und Soldaten, der Wehrbeauftragten Dr. Eva Högl, die kompetent alle Fragen beantwortete.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch in den Redaktionsräumen der Tageszeitung „WELT”. Thorsten Jungholt, einer der besten Journalisten des Landes, wenn es um Außen- und Verteidigungspolitik geht, gab einen Einblick in seine Arbeit und die Bedeutung der Verteidigungspolitik in der deutschen Presselandschaft. Jungholt unterstrich dabei unter anderem, die hohe Bedeutung, die die WELT verteidigungspolitischen Themen beimesse. Das sei heute nicht mehr selbstverständlich.
Im Rahmen einer Diskussion zum Buch „,Hier ist Krieg‘: Afghanistan-Tagebuch 2010“, das Dr. Christian Hartmann vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) herausgegeben hat, widmete sich das Seminar einmal mehr dem Einsatz am Hindukusch.
Die Arbeit des Verteidigungsausschusses und was die 38 Mitglieder für die Bundeswehr und Deutschlands Sicherheit tun, war Thema einer Diskussion mit der Obfrau der CDU/CSU-Fraktion, Kerstin Vieregge.
Auch mit der Bedrohung durch den Rechtsextremismus setzte sich das Seminar auseinander. Ein Vertreter des Verfassungsschutzes Berlin informierte über die rechte Szene in der Hauptstadt. Diesem Blick über den Tellerrand in die Zivilgesellschaft schloss sich ein Vortrag von Prof. Dr. Martin Elbe an. Der Wissenschaftler vom ZMSBw trug zum Komplex „Kriegerethos“ und extremer Gesinnung vor.“ Sollten Sie ein Seminar zur politischen Bildung z.B. mit Ihrer Kompanie durchführen wollen, unterstützt Sie das Bildungswerk sehr gerne. Anfragen richten Sie bitte an bildungswerk@dbwv.de.
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