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Die TSK CIR ist ein unverzichtbarer Pfeiler moderner Landesverteidigung
„Wir haben erhebliche Lücken im europäischen Verteidigungsbereich"
Eckwertebeschluss zum Bundeshaushalt 2027 und Finanzplanung bis 2030
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Gedenken: Vor 17 Jahren fiel Hauptgefreiter Sergej Motz in Afghanistan
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Gedenken: Vor 16 Jahren fielen vier Soldaten in Afghanistan
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Das Risiko von Cyberangriffen ist aufgrund der Ukraine-Krieges noch gestiegen. Ein Experte hält in Sachen Cybersicherheit eine Vereinbarung internationaler Normen und von Abkommen - ähnlich wie bei den Genfer Konventionen - für sinnvoll.
Potsdam. Deutschland muss aus Sicht des Cybersicherheits-Experten Christian Dörr den Schutz vor Cyberangriffen auch aufgrund der wachsenden Bedrohung seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine rasch erhöhen. «Die Sicherheit der deutschen Behörden war schon immer im Fadenkreuz. Das Risiko-Niveau ist aufgrund des Ukraine-Krieges wahrscheinlich von hoch auf sehr hoch gestiegen», sagte Dörr der Deutschen Presse-Agentur. «Was wir deutlich sehen: Wenn wir im Westen neue Hilfspakete erstellen, kommen postwendend Angriffe auf die Infrastruktur und Einrichtungen im Westen.»
Dörr leitet am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam das Fachgebiet Cybersecurity - Enterprise Security. Die Spitzen des Bundeskriminalamtes, des Verfassungsschutzes, des Bundesnachrichtendienstes sowie Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren am 19. und 20. April am Hasso-Plattner-Institut über die Bedrohungen durch Cyberattacken.
Jüngst hatten Hacker etwa versucht, eine neue Plattform des Bundesentwicklungsministeriums für eine Beteiligung am Wiederaufbau in der Ukraine lahmzulegen. Im Februar war auch die Nato Ziel eines Hackerangriffs geworden. Das Bundesinnenministerium hatte angekündigt, die Cyberabwehr zu stärken und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auszubauen.
Angesichts von Cyberkrieg-Szenarien und staatlich gestützten Angriffen plädierte Dörr dafür, dass ähnlich wie bei Abkommen im humanitären Völkerrecht (Genfer Konventionen) auch für den Cyberraum internationale digitale Normen geschaffen werden. So bedürfe es einer internationalen Diskussion und Abkommen, ob und welche offensiven Verhaltensweisen akzeptabel seien, aber auch national einer Abstimmung, wer und wie auf Cyberangriffe aus dem Ausland reagieren sollte. «Wir müssen uns als Gesellschaft auf Cyberwar und Desinformationskampagnen vorbereiten.»
Eine Zunahme von sogenannten Ransomware-Angriffen ist laut Dörr vor allem in der Wirtschaft zu beobachten. Dabei werden Computer von den Schadprogrammen verschlüsselt und unbrauchbar gemacht, um Geld zu erpressen. «In der Industrie nimmt diese Art von Angriffen rapide zu», sagte der Experte. Die Wirtschaft sei für Cyberkriminelle ein attraktiveres Ziel, weil sie eher als Kommunen bereit seien, auf Geldforderungen einzugehen. Bei Cyberangriffen auf Kommunen stehe stattdessen vielmehr das Auslösen von Chaos und Verunsicherung im Vordergrund. Kleine Verwaltungen hätten oft zu wenig Ressourcen und Knowhow für eine gute Cybersicherheit, und machten sich damit angreifbar.
Zum besseren Schutz vor Cyberangriffen sollte insbesondere bei kommunaler IT über eine Zentralisierung und somit eine besser geschützte Umgebung nachgedacht werden, schlug Dörr vor. Zudem sollten Kommunen einen Leitfaden für ihre IT-Sicherheit an die Hand bekommen.
Unternehmen in Deutschland entsteht ein jährlicher Schaden von rund 203 Milliarden Euro durch Diebstahl von IT-Ausrüstung und Daten sowie Spionage und Sabotage. Das ging aus einer im vergangenen Jahr vorgestellten Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor. Dafür wurden mehr als 1000 Unternehmen in unterschiedlichen Branchen befragt.
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