Stabsfeldwebel a.D. Jörg-Reiner Mayer-Karstadt erläutert die Truppenaufstellungen auf dem Albuch während der Schlacht von Nördlingen. Foto: Walter Proneth

Stabsfeldwebel a.D. Jörg-Reiner Mayer-Karstadt erläutert die Truppenaufstellungen auf dem Albuch während der Schlacht von Nördlingen. Foto: Walter Proneth

07.09.2026
Walter Proneth

Kameradschaft ERH auf historischer Zeitreise von der Steinzeit bis zum Dreißigjährigen Krieg

Am 3. September 2026 unternahmen Mitglieder der Kameradschaft ERH Donau-Iller eine informative Zeitreise durch mehrere Epochen der Geschichte. Unter der Führung von Stabsfeldwebel a. D. Jörg-Reiner Mayer-Karstadt standen der Dreißigjährige Krieg, die Steinzeit, die Römerzeit und das frühe Christentum im Mittelpunkt.

Die Schlacht von Nördlingen und der Dreißigjährige Krieg

Zu Beginn der Exkursion führte Mayer-Karstadt die Teilnehmer auf der Hochfläche „Am Albuch“ in das historische Gelände der Schlacht von Nördlingen ein. Mithilfe einer eigens erstellten Geländeskizze und eines Zeitstrahls erläuterte er die religiösen und politischen Spannungen seit der Reformation, die schließlich zum Dreißigjährigen Krieg führten. Im Mittelpunkt stand die Schlacht von Nördlingen vom 6. September 1634. An den originalen Schauplätzen schilderte Mayer-Karstadt die Angriffe der schwedisch-protestantischen Truppen auf die stark befestigten Stellungen der kaiserlich-spanischen Armee auf dem Albuch. Nach Abwehr mehrerer Vorstöße der Angreifer hielten die kaiserlichen Truppen die Höhenstellungen. Damit war die Schlacht zugunsten der Katholischen Liga entschieden und leitete eine bedeutende Wende im weiteren Verlauf des Dreißigjährigen Krieges ein. 

Von der Steinzeit in die Römerzeit zum frühen Christentum zurück in die Gegenwart

Nach einem kurzen Fußmarsch erreichte die Gruppe das „Himmelreich“ beziehungsweise den Riegelberg. Dort befinden sich die Ofnethöhlen, die vor Jahrmillionen durch natürliche geologische Prozesse entstanden. Ihre besondere Bedeutung verdanken sie jedoch den zahlreichen archäologischen Funden, die eine Nutzung durch Menschen in der Steinzeit belegen. 

Die anschließende Besichtigung der unterhalb der Ofnethöhlen gelegene Villa Rustica von Holheim vermittelte Einblicke in die landwirtschaftliche Nutzung sowie den Alltag der Menschen auf dem römischen Gutshof in der Römerzeit vor nahezu 2000 Jahren.

Den Abschluss der historischen Exkursion bildete der Besuch der „Alten Bürg“ mit ihrer Burgkapelle. Diese ist dem heiligen Hippolyt geweiht, einem frühchristlichen Märtyrer des 3. Jahrhunderts. Hippolyt gilt als einer der bedeutenden Kirchengelehrten seiner Zeit und starb der Überlieferung zufolge während einer Christenverfolgung für seinen Glauben. Er wird bis heute in der katholischen und orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt.

Bei einem gemütlichen Beisammensein mit Stärkung ließen die Teilnehmer die vielfältigen Eindrücke aus den Epochen der Menschheitsgeschichte Revue passieren.

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