70 Jahre DBwV – Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Ein Abend im Zeichen des Jubiläums
Klartext in spannenden Zeiten
Zielgruppentagung des Unterstützungsbereichs
Das Leben der anderen
„Last Call!“ – Der letzte Bundeswehr-Einsatz in Kabul
Kampfschwimmer – der Kern der Spezialkräfte der Marine
Gefahr im Anflug: Warum Deutschland bei der Drohnenabwehr hinterherhinkt
Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Mandat ein letztes Mal verlängert: Bundeswehreinsatz UNIFIL im Libanon
EUFOR Althea und KFOR: Bundestag stimmt für Verlängerung
Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Erinnerung an Hauptfeldwebel Mischa Meier
Marsch zum Gedenken endet in der Gluthitze Berlins
Startschuss für den Marsch zum Gedenken 2026
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Symbolbild: Ein Oberstleutnant unterhält sich im April 2006 mit Flüchtlingskindern im Binnenflüchtlingslager Jebel Aulia. Foto: Bundeswehr/Rott
Mit einer kurzen Twittermeldung berichtete die Bundeswehr am vergangenen Freitag (11. Dezember 2020), in Abstimmung mit den Vereinten Nationen (UN) habe „heute der letzte Offizier der #BundeswehrimEinsatz die African Union/United Nations Hybrid Operation in Darfur/Sudan verlassen.“ Es ist der knappe, planmäßige Abschluss einer der längsten Auslandsmissionen der Bundeswehr. Rund 13 Jahre ist es her, dass der Deutsche Bundestag im November 2007 das Mandat zum Einsatz der deutschen Streitkräfte zur Unterstützung der UN-Mission verabschiedete. Auslöser für die Friedensmission UNAMID – eine Hybridmission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union – war der über Jahrzehnte andauernde Bürgerkrieg im Sudan zwischen verschiedenen Volksgruppen und der sudanesischen Gerierung in Khartum. Besonders in der Region Darfur kam es seit 2003 zunehmend zu bewaffneten Auseinandersetzungen, Zerstörungen von Dörfern und Massakern an der Zivilbevölkerung. Ziel der Mission war in erster Linie die Stabilisierung der Konfliktregion sowie eine Verbesserung der Sicherheitslage. Allerdings wurde der Auftrag nach nur geringen Fortschritten noch einmal neu ausgerichtet auf den Schutz der Zivilgesellschaft und das Bereitstellen humanitärer Hilfe.
Seit 13. Februar 2008 beteiligten sich die deutschen Streitkräfte durchgängig mit etwa zehn Soldatinnen und Soldaten am Einsatz. Insgesamt nahmen etwa 150 Angehörige der Bundeswehr an der UNAMID-Mission teil, erklärt ein Sprecher des Einsatzführungskommandos. Ein Großteil der beteiligten Bundeswehrangehörigen wurde für Stabsarbeiten im Hauptquartier der Stadt Al Fasher eingesetzt, einige auch im Rahmen vertrauensbildender Maßnahmen als Beobachter der Vereinten Nationen.
In Abstimmung mit den VN hat heute der letzte Offizier der #BundeswehrimEinsatz die African Union/United Nations Hybrid Operation in Darfur/Sudan verlassen. Das Mandat des Deutschen Bundestages endet am 31.12.2020. Der Einsatz #UNAMID endet damit nach über zwölf Jahren. https://t.co/HZVjq8XwfB— Bundeswehr im Einsatz (@Bw_Einsatz) December 11, 2020
In Abstimmung mit den VN hat heute der letzte Offizier der #BundeswehrimEinsatz die African Union/United Nations Hybrid Operation in Darfur/Sudan verlassen. Das Mandat des Deutschen Bundestages endet am 31.12.2020. Der Einsatz #UNAMID endet damit nach über zwölf Jahren. https://t.co/HZVjq8XwfB
Nach dem Sturz des sudanesischen Präsidenten Umar al-Baschir im April 2019, der sich 1989 durch einen Militärputsch an die Macht gesetzt hatte, wurde das Bundeswehr-Mandat sowie das UN-Mandat zum 31. Dezember 2020 befristet. Laut Fazit des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) in seiner aktuellen Pressemitteilung habe Deutschland über viele Jahre „als einziger westlicher Polizei- und Truppensteller einen wichtigen, international anerkannten Beitrag geleistet.“ Mit Beschluss des UN-Sicherheitsrats wird auf den UNAMID-Einsatz die zivile Mission UNITAMS (United Nations Integrated Transition Assistance Mission in Sudan) folgen. „Die Bundesregierung hat am 2. Dezember 2020 beschlossen, dass sich Deutschland künftig mit bis zu zehn Polizistinnen und Polizisten an UNITAMS beteiligen wird“, verkündet das BMVg.
Das Ende der deutschen Beteiligung im Sudan und das voraussichtlich in Abstimmung mit der UN auslaufende Mandat für die UNAMID-Mission hängt nicht mit der Bundeswehrbeteiligung im Südsudan zusammen. Bei der Mission UNMISS (United Nations Mission in the Republic of South Sudan) sind nach wie vor Deutsche Streitkräfte im Einsatz.
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