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Vilnius. Litauen wird auf dem Truppenübungsplatz Rudninkai nahe der Grenze zu Belarus ein neues Militärcamp errichten, um deutsche Soldaten und andere Nato-Truppen unterzubringen. Das Lager soll über 1.000 Soldaten Platz bieten, die an Übungen in dem baltischen EU- und Nato-Land teilnehmen, wie das Verteidigungsministerium in Vilnius mitteilte. Auf einer Fläche von sieben Hektar sollen demnach für rund 40 Millionen Euro Wohn- und Versorgungsgebäude sowie notwendige technische Infrastruktur und Verkehrsanbindung entstehen. Die Fertigstellung sei für das erste Halbjahr 2028 geplant.
«Wir investieren strategisch und umfassend in die militärische Infrastruktur, um sicherzustellen, dass sowohl die deutsche Brigade als auch die Soldaten anderer Nato-Verbündeter in Litauen qualitativ hochwertig trainieren können und angemessene Lebensbedingungen vorfinden», sagte Verteidigungsminister Robertas Kaunas.
Rudninkai ist Standort der Bundeswehr-Brigade
Die Bundeswehr baut in Litauen die Panzerbrigade 45 auf. Sie wurde von der Bundesregierung als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland zugesagt und im Frühjahr 2025 formal in Dienst gestellt. Die Truppe soll bis 2027 mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll als Kampfverband einsatzfähig sein. Bislang sind rund 2.000 Angehörige der Truppe in Litauen stationiert.
Hauptstandort der Brigade wird Rudninkai sein. Die Kaserne wird in einem Waldgebiet liegen, das im Mai 2022 kurz nach Russlands Angriff auf die Ukraine per Sondergesetz zu einem Truppenübungsplatz der litauischen Armee erklärt wurde. Der Bau der 190 Hektar großen Militäranlage ist das größte militärische Infrastrukturprojekt in der Geschichte Litauens.
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