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Vilnius. Litauen ist nach Angaben von Staatspräsident Gitanas Nauseda bereit, die Infrastruktur für Familienangehörige von Soldaten der geplanten deutschen Brigade aus eigenen Mittel zu finanzieren. «Wir haben ein solches Versprechen gegeben und es ist unsere Pflicht als Gastgeberland, Bedingungen zu schaffen, die für die deutsche Seite maximal akzeptabel sind», sagte Nauseda am Montagabend im litauischen Fernsehen. Litauen werde «erhebliche Geldmittel» zur Unterbringung der deutschen Brigade ausgeben. «Bei Bedarf werden wir sie auch für soziale Infrastrukturprojekte bereitstellen», sagte der Staatschef des baltischen EU- und Nato-Landes.
Deutschland will rund 4000 Soldaten als eigenständig handlungsfähigen und gefechtsbereiten Verband in Litauen stationieren. Der Baltenstaat grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad und Russlands engen Verbündeten Belarus. Mit der Stationierung soll dem Bedürfnis des Nato-Partners nach einer verstärkten Abschreckung Rechnung getragen werden. Die Pläne sind auch eine Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. «Ich hoffe wirklich, dass wir dadurch unsere Sicherheit stärken und vor allem den sogenannten Abschreckungseffekt erzielen können», sagte Nauseda.
Nach Angaben von Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer solle die Pläne zur Stationierung der Brigade bis Ende diesen Jahres ausgearbeitet sein. Litauen will bis spätestens 2016 die notwendige Infrastruktur schaffen. Der «Spiegel» hatte zuletzt unter Berufung auf eine eigene Umfrage in den potenziell geeigneten Bundeswehr-Verbänden berichtet, dass nur jeder fünfte Soldat bereit sei, freiwillig nach Litauen zu gehen.
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