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Berlin. Nach dem Scheitern des internationalen Militäreinsatzes in Afghanistan ist ein Großteil der Deutschen dafür, die derzeit größte und gefährlichste Mission der Bundeswehr in Mali zu beenden. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 44 Prozent für den Abzug der deutschen Soldaten aus dem westafrikanischen Krisenland aus. Nur 23 Prozent sind für eine Fortsetzung des Einsatzes, 33 Prozent machten keine Angaben.
Die Bundeswehr ist mit insgesamt etwa 1200 Soldaten an zwei Militärmissionen in Mali beteiligt: an einem Einsatz der Europäischen Union zur Ausbildung der malischen Streitkräfte (EUTM) und an einer Mission der Vereinten Nationen zur Friedenssicherung (Minusma). Der Norden Malis war 2012 vorübergehend in die Hände islamistischer und anderer Rebellengruppen gefallen und konnte nur durch eine französische Intervention zurückerobert werden. Anschließend wurden die beiden internationalen Militäreinsätze zur Stabilisierung Malis auf die Beine gestellt.
Sie werden immer wieder mit dem Einsatz in Afghanistan verglichen, der in diesen Tagen in einem Debakel endete: Die militant-islamistischen Taliban, die von den internationalen Truppen jahrelang bekämpft worden sind, übernahmen wieder die Macht. Die Bundeswehr zählte zu den größten Truppenstellern in Afghanistan.
Gegen eine Fortsetzung des Mali-Einsatzes sind vor allem die Wähler der AfD (76 Prozent) und der Linken (58). Dahinter folgen CDU/CSU (43), SPD (40), Grüne (38) und FDP (37).
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2022 Personen zwischen dem 27. und 31. August 2021 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
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