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Die Nato plant, wie sie die Verteidigungsfähigkeit gegen Russland stärkt. Klar wird: Auch Deutschland wird mit einer größeren Bundeswehr militärisch wesentlich mehr tun müssen.
Berlin. Vor dem Hintergrund ausgeweiteter Militärplanungen hält der deutsche Nato-General Christian Badia deutlich höhere Verteidigungsausgaben für nötig. «Zwei Prozent reichen für Deutschland nicht. Es muss Richtung drei Prozent gehen», sagte Badia der «Süddeutschen Zeitung». Er ist der Nato zuständig für die Weiterentwicklung des Bündnisses.
Deutschland schafft das bisherige Nato-Ziel, zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung auszugeben, derzeit knapp und mit Einrechnung des 100 Milliarden Euro umfassenden Sondervermögens für die Bundeswehr. Bei einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund vier Billionen Euro würden drei Prozent aktuell etwa 40 Milliarden Euro mehr im Jahr für Verteidigungsausgaben bedeuten, berichtete die Zeitung.
Deutschland und Partner müssen mehr Kampfbrigaden stellen
Über Planungen der Nato für verstärkte Kampftruppen als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine hatte zuvor die «Welt am Sonntag» berichtet. Demnach geht das Verteidigungsministerium auf Grundlage dieser «Minimum Capability Requirements» (MCR) der Nato davon aus, dass über die bislang zugesagten zehn Kampftruppenbrigaden der deutschen Landstreitkräfte hinaus ab 2031 fünf bis sechs weitere Brigaden hinzukommen müssen. Insgesamt im Bündnis solle demnach die Zahl der Kampftruppenbrigaden von 82 auf 131 steigen.
Verteidigungsministerium: laufende Planungen
Eine deutsche Brigade besteht aus rund 5000 Männern und Frauen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin sprach nach dem Bericht von laufenden Planungen. Das Bündnis passe sich damit alle vier Jahre an eine veränderte Lage an.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat wiederholt eine deutliche weitere Steigerung der Verteidigungsausgaben gefordert und auch deutlich gemacht, dass mehr Soldaten zur Verteidigungsfähigkeit nötig seien. Er lässt derzeit Details eines neuen Wehrpflichtmodells ausarbeiten.
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