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Die Luftwaffe hat zum verstärkten Schutz der Nato-Ostflanke Kampfflugzeuge und 150 Soldaten nach Polen verlegt. Die Regierung in Warschau hofft in dem Gebiet auf weitere Zusammenarbeit.
Malbork. Zur Bekämpfung von Drohnen will Polen auch bei bodengestützten Abwehrsystemen stärker mit Deutschland zusammenarbeiten. Die Regierung in Warschau werde dazu das Luftverteidigungssystem SAM auf die Beine stellen, sagte der polnische Verteidigungsstaatssekretär Pawel Zalewski bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Nils Schmid auf dem Militärflugplatz Malbork.
«Wir möchten gerne die deutschen Erfahrungen auf diesem Gebiet nutzen und in Anspruch nehmen», sagte Zalewski. «Es geht jetzt darum, wirklich auf eine billigere, kostengünstige Art und Weise die Drohnen abzuschießen oder unschädlich zu machen», sagte er. Der Einsatz billiger Drohnen habe die Wirtschaftlichkeit des Gefechtsfeldes wesentlich verändert. Das eigene Luftverteidigungssystem müsse gestärkt und effizienter gestaltet werden.
Deutschland offen für verstärkte Kooperation
Schmid zeigte sich offen für eine weitere Zusammenarbeit. Die Abwehr von Drohnen werde künftig mit einem Mix verschiedener Waffensystemen organisiert. «Ich bin mir sicher, dass wir als europäische Verbündete da ganz eng zusammenarbeiten werden», sagte Schmid.
Zugleich dankte er den auf dem Militärflugplatz stationierten deutschen Eurofighter-Besatzungen und den Unterstützungskräften für ihren Einsatz. Dieser diene der Abschreckung und Verteidigung gegen Bedrohungen.
Die Luftwaffe hatte in der vergangenen Woche zum verstärkten Schutz der Nato-Ostflanke Kampfflugzeuge nach Polen verlegt. Die Stationierung ist eine Reaktion auf jüngste Luftraumverletzungen durch russische Kampfjets im Ostsee-Raum sowie den Einflug von Kamikaze-Drohnen auf Nato-Gebiet.
Stationierung zunächst bis März
Die Luftwaffe war bereits im August und September mit Kampfflugzeugen auf dem polnischen Militärflugplatz. Er liegt rund 60 Kilometer südöstlich von Danzig und 80 Kilometer von der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad entfernt.
Die Bundeswehr schickte mit den Flugzeugen eine Truppe von etwa 150 Männern und Frauen, darunter sind neben den Piloten auch Techniker, Logistiker, Objektschützer und Feldjäger. Die Stationierung ist zunächst bis März vorgesehen.
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