S1-Tagung des DBwV: Es kommt mehr denn je auf die Menschen an
Gewinnen, qualifizieren, binden: AG 3 zieht Bilanz für Soldaten auf Zeit
Beförderungsstopp: Einen Schritt weiter, aber noch lange nicht am Ziel
70 Jahre DBwV – Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Frühstartrente vom Deutschen Bundestag beschlossen – Bundeswehrfamilien im Ausland gehen leer aus!
Reform des Nachrichtendienstrechts: Erweiterung der Befugnisse für BND und BfV
Bundestag berät Reservestärkungsgesetz und Bundeswehr-Infrastrukturbeschleunigungsgesetz
Bundeskanzler Merz: Regierungserklärung zum Europäischen Rat
Neues Magazin mit Beilage „Qualifikation und Ausbildung“
Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
Mandatsverlängerung für Bundeswehreinsätze im Südsudan und dem Roten Meer
Bundeswehrbeteiligung bei UNMISS-Mission und EUNAVFOR Aspides soll fortgeführt werden
Mandat ein letztes Mal verlängert: Bundeswehreinsatz UNIFIL im Libanon
EUFOR Althea und KFOR: Bundestag stimmt für Verlängerung
Gedenken: Erinnerung an Patrick Behlke und Roman Schmidt
Gedenken: Erinnerung an Feldwebel Alexander Arndt
Gedenken an Oberstabsarzt Dr. Dieter Eißing
Erinnerung an Oberfeldwebel Florian Pauli
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Insgesamt 33 Teilnehmer aus den Kameradschaften des Bezirks Freistaat Sachsen waren der Einladung zur Bezirkstagung gefolgt. Foto: DBwV/Seraphim
Ende August 2026 trafen sich insgesamt 33 Vertreter der Kameradschaften des Bezirkes „Freistaat Sachsen“ in Radebeul zur Landestagung auf Bezirksebene.
Zu Beginn der Tagung war es der Bezirksvorsitzende, Oberstleutnant Christian Pospischil, der den Teilnehmern mit seinem Rechenschaftsbericht einen Überblick über die Situation im Bezirk verschaffte und dabei auch die Themen, denen sich der Deutsche BundeswehrVerband (DBwV) aktuell widmet, ansprach. Schon das erste dabei angesprochene Thema „Verfassungskonforme Besoldung“ zeigte deutlich, mit wie viel Emotionen dieses Thema inzwischen belegt ist. So waren sich alle Angehörigen des Bezirkes einig, dass die aktuelle Situation so nicht weiter hinnehmbar sei und die Abstellung der vor mehr als sechs Jahren höchstrichterlich festgestellte fehlende Rechtskonformität der Bundesbesoldung endlich erfolgen muss. In der Diskussion entstand der einhellige Wunsch der Anwesenden, dass sich der DBwV sicht- und spürbar für eine baldige Lösung des Problems und deren rückwirkende Anwendung einsetzt. Weitere Themen waren dann die Auswirkungen des Beförderungsstopps, die drohenden ungewollten Versetzungen nach Litauen und des großen Personalbedarfs an Ausbildern für die Heimatschutzausbildung, die zwar in der Masse die Unteroffiziere mit Portepee und die Mannschaften treffen, aber in den Kameradschaften auf örtlicher Ebene sehr kontrovers diskutiert werden.
Die Abteilungsleiterin des Servicecenters in der Geschäftsstelle des DBwV, Regina Lenz, sowie die Mitarbeiterin der Landesgeschäftsstelle Ost, Mandy Bartelt, stellten in sehr praxisbezogenen Vorträgen ihre Aufgaben vor. Dabei konnten viele Informationen rund um die Mitgliedschaft, das Kameradschaftsportal, die Verwendung sowie Abrechnung von MEM und die Möglichkeiten des DBwV-Event vermittelt bzw. aufgefrischt werden. Zahlreiche Fragen der Teilnehmenden machten deutlich, dass die Vortragenden mit ihren Themen, das Interesse getroffen hatten. In einer Workshop-Phase ging es dann darum, die Zukunft von KERH weit abseits von Bundeswehrstandorten, die aktive Einbindung bzw. Teilnahme der Mitglieder an Veranstaltungen, die vorausschauende Einbindung zukünftiger Mandatsträger, die Erwartungen der Mitglieder an den DBwV und die Gestaltung des Übergangs von der TruKa in die KERH zu diskutieren und die dabei erarbeiteten Ergebnisse im Plenum vorzustellen. Hier wurden viele Ideen, Anregungen und Erfahrungen zur Arbeit in den Kameradschaften ausgetauscht und damit das vorhandene Schwarmwissen genutzt.
Wesentliche Erkenntnis der Diskussion war es, dass viele Mitglieder aus unterschiedlichen Gründen eher weniger Interesse an Veranstaltungen in den Kameradschaften haben, sondern vielmehr das Wissen um die Möglichkeit der individuellen Betreuung bei Bedarf und die Verfügbarkeit von Beratung und Hilfe durch die jeweiligen Mandatsträger schätzen und sich auch als eher passives Mitglied trotzdem gut im DBwV aufgehoben und wahrgenommen fühlen. Den Wunsch, bei der ausstehenden Umsetzung der amtsangemessenen Alimentierung aufgreifend, machte der Vorsitzende der Standortkameradschaft Dresen, Oberstleutnant Hagen Unterstab klar, dass viele Mitglieder eine noch deutlichere und gern auch „lautere“ Vertretung ihren Interessen durch den DBwV wünschen. Auch wenn „Lobbyarbeit“ oft eher im Stillen passiert, kann „klare Kante“ an der richtigen Stelle eingesetzt, manchmal auch hilfreich sein.
Zum Ende der Bezirkstagung zogen sowohl der Bezirksvorsitzende als auch die Teilnehmenden ein durchweg positives Fazit der beiden Tage. „Ich fühle mich sehr gut informiert. Die Möglichkeiten zum gegenseitigen Austausch und zum kameradschaftlichen Gespräch, waren genau das, was ich mir bei einer solchen Veranstaltung wünsche“, so ein Teilnehmer.
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