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Kabul: Wenige Tage nach dem offiziellen Beginn des Abzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan dauern die Gefechte in dem Krisenland weiter an. Die aufständischen Taliban griffen in der Nacht zu Dienstag erneut in mehreren Provinzen die Sicherheitsgürtel rund um Provinzhauptstädte oder Kontrollpunkte und Militärbasen an. Verlässliche Angaben zu Opfern gab es zunächst nicht.
In Helmand im Süden des Landes werde seit drei Tagen gekämpft, sagte der Provinzrat Ataullah Afghan. Mindestens zehn Kontrollposten nahe der Provinzhauptstadt Laschkargah seien an die Taliban gefallen. Spezialkräfte seien mittlerweile vor Ort, auch die afghanische Luftwaffe habe in mehreren Bezirken der Provinz Taliban-Stellungen bombardiert. Den Islamisten seien so Verluste zugefügt geworden. Aus dem Flüchtlingsministerium hieß es, rund Tausend Familien seien vor den Kämpfen geflohen.
In Baghlan im Norden des Landes griffen Taliban eine große Militärbasis im Bezirk Baghlan-e Markasi an. Mindestens neun Sicherheitskräfte seien dabei ums Leben geommen, sagten Provinzräte am Dienstag. Die Islamisten hätten die Basis komplett zerstört.
Provinzräten aus Sabul zufolge gab es zudem die vierte Nacht infolge heftige Gefechte rund um und in der Provinzhauptstadt Kalat. Teils konnten die Angriffe von den Sicherheitskräften abgewehrt werden, mindestens zwei Kontrollpunkte aber seien an die Taliban gefallen.
Beobachter befürchteten rund um den 1. Mai und in weiterer Folge eine Verschlechterung der Sicherheitslage in Afghanistan. Das Datum markiert den offiziellen Beginn des Abzugs der internationalen Truppen aus Afghanistan. Die rund 10 000 verbliebenen US- und Nato-Soldaten sollen bis zum 11. September das Land verlassen. Die Friedensgespräche zwischen den Taliban und der Regierung in Kabul treten weiter auf der Stelle.
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