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Im nordafghanischen Kundus lieferte sich die Bundeswehr schwere Gefechte mit den Taliban. Jetzt sind auch dort die Islamisten wieder an der Macht. Ihre Bitte an Deutschland: humanitäre Unterstützung, wie auch immer.
Kundus. Die militant-islamistischen Taliban am früheren Bundeswehr-Standort Kundus haben Deutschland und andere Staaten um Hilfe gebeten. Dabei könne es sich um Investitionen, Wiederaufbauprojekte oder «jede Art von humanitärer Unterstützung» handeln, sagte ihr Sprecher Matiullah Ruhani der Deutschen Presse-Agentur in Kundus.
Afghanistan kommt auch mehr als einen Monat nach der völligen Machtübernahme der Islamisten nicht zur Ruhe. Am Samstag wurden bei einem Anschlag auf ein Polizeifahrzeug der Taliban in der Hauptstadt Kabul mindestens zwei Menschen getötet und 19 verwundet.
Der frühere Bundeswehr-Stützpunkt Kundus im Norden des zentralasiatischen Landes wurde am 8. August von den Islamisten erobert. Eine Woche später übernahmen sie auch in Kabul die Macht. Mit dem Abzug der letzten US-Truppen ging dann einen halben Monat später nach fast 20 Jahren der internationale Militäreinsatz zu Ende. Die Provinz Kundus mit der gleichnamigen Hauptstadt war Schwerpunkt von Deutschlands militärischem und zivilem Engagement.
Ruhani warf der internationalen Gemeinschaft vor, 20 Jahre lang eine «korrupte Regierung» unterstützt, dann aber mit der Machtübernahme der Taliban ihre Hilfe eingestellt zu haben. Die Taliban hätten Frieden nach Afghanistan gebracht, betonte der Sprecher. «Wir sind keine Terroristen.»
Unterdessen appellierten mehr als 100 afghanische Journalisten an die internationale Gemeinschaft, in ihrer Heimat die Pressefreiheit zu schützen. Übergriffe auf Fotografen und Reporter ließen Schlimmstes befürchten, heißt es in einem Appell, den die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) veröffentlichte.
In Kabul forderten zwei Dutzend Frauen ein Recht auf Arbeit, Bildung und Freiheit. «Frauenrechte und Menschenrechte», riefen die Frauen, wie Aufnahmen örtlicher Medien am Sonntag zeigten. Die Taliban-Herrschaft zwischen 1996 und 2001 zeichnete sich insbesondere durch die Unterdrückung von Frauen aus. Viele fürchten, dass die Islamisten nun wieder ähnliche Regeln einführen. Bisher haben sie Mädchen den Besuch weiterführender Schulen untersagt und Universitäten angewiesen, nach Geschlechtern zu trennen.
Der deutsche Ex-Diplomat Christoph Heusgen sagte mit Blick auf die Afghanistan-Politik des früheren US-Präsidenten Donald Trump dem Magazin «Spiegel»: «Die Trump-Administration war ein diplomatischer Amateurhaufen.» Es sei ein schwerer Fehler gewesen, ein Abkommen mit den Taliban zu schließen und die afghanische Regierung beiseitezulassen. Heusgen war früher außenpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
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