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Die USA wollen potenziell ihre Truppenpräsenz in Europa reduzieren – davon könnte auch Deutschland betroffen sein. Aus dem Pentagon kommen nun überraschend positive Töne über den Verbündeten.
Washington. Die USA haben sich kurz nach dem Start der Überprüfung ihrer Truppenpräsenz in Europa überraschend positiv über Deutschlands Verteidigungsstrategie geäußert. «Durch sein Handeln positioniert sich Deutschland als eine der führenden Kräfte der konventionellen Verteidigung Europas», schrieb Unterstaatssekretär Elbridge Colby, die Nummer Drei in der Hierarchie des Pentagon, auf der Plattform X nach einem Treffen mit dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer.
Er verwies dabei auf «Deutschlands historische und höchst lobenswerte neue Militärstrategie», ohne Einzelheiten zu nennen. Der Plan samt der Zusage des sogenannten Fünf-Prozent-Ziels würde eine Neuausrichtung der Nato erheblich beschleunigen und die Abschreckungsfähigkeiten des Bündnisses stärken.
Auf Drängen von US-Präsident Donald Trump hatten die Alliierten im vergangenen Jahr vereinbart, spätestens ab 2035 jährlich fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung und Sicherheit auszugeben. Davon sollen 3,5 Prozent klassische Verteidigungsausgaben sein, weitere 1,5 Prozent können etwa in Infrastruktur fließen. Deutschland will das Fünf-Prozent-Ziel bis 2029 erreichen.
US-Truppenpräsenz in Europa auf dem Prüfstand
Colby hatte vergangene Woche bekanntgegeben, dass die USA nun mit der Überprüfung ihrer Truppenpräsenz in Europa begonnen hätten. Diese solle sicherstellen, dass die Nato zügig und unumkehrbar darauf hinarbeite, dass Europa die Hauptverantwortung für seine konventionelle Verteidigung übernehme, hieß es.
Einzelheiten, was genau an militärischer Präsenz überprüft werde, nannte er in seinen Posts nicht. Trump und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatten im Frühjahr einen US-Truppenabzug auch aus Deutschland angekündigt und damit für Aufsehen in den möglicherweise betroffenen Kommunen gesorgt. Dabei gab es widersprüchliche Angaben, die Rede war zeitweilig von mindestens 5.000 von derzeit rund 39.000 Soldaten, die angeblich in sechs bis zwölf Monaten aus Deutschland abgezogen werden sollten.
Im Juni hatten Medien dann berichtet, dass neben der Truppenstärke unter anderem auch die Anzahl der in Europa stationierten Kampfjets, Drohnen, Tankflugzeuge und Seeeinheiten analysiert und reduziert werden solle.
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