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Die Bundesregierung will sich demnächst zu den Urhebern des Drohnen-Angriffs am Flughafen Leipzig/Halle äußern - und Konsequenzen verkünden. Der Außenminister äußert sich zu möglichen Gegenreaktionen.
Tunis - Außenminister Johann Wadephul hat eine ausgewogene und überlegte Reaktion der Bundesregierung auf den Vorfall mit einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig angekündigt. «Von unserer Seite gibt es keine Überreaktionen, aber Reaktionen, wenn wir angegriffen werden», sagte der CDU-Politiker am Rande seines Besuches in der algerischen Hauptstadt Algier. Er reagierte damit auf die Frage, ob sich Deutschland vor möglichen Gegenreaktionen des russischen Präsidenten Wladimir Putin fürchten müsse.
Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine klare Reaktion der Bundesregierung auf die gescheiterte Drohnenattacke auf den Flughafen Leipzig/Halle angekündigt. Zu den konkreten Maßnahmen äußerte sich Wadephul ebenso wenig wie dazu, wen die Bundesregierung für den Drahtzieher hält. Unklar ist weiterhin auch, ob sich Merz persönlich zu Urhebern und Konsequenzen äußern will.
«Deutschland lässt sich in keiner Weise einschüchtern, und das wird auch weiterhin die Grundeinstellung unserer Politik sein», sagte der Außenminister. Die Bundesregierung stehe «an der Seite unseres ukrainischen Partners». Er betonte: «Russland muss wissen, dass Deutschland ein Stabilitätsfaktor in Europa ist, der immer auch zu Verhandlungen bereit ist, aber der sich in keiner Weise einschüchtern lässt.»Wadephul kündigt «konsequente Antwort» der Bundesregierung an
Im ZDF-«Morgenmagazin» sagte Wadephul, man arbeite mit Hochdruck an der Lösung, aber diese müsse sorgfältig abgestimmt werden. Man müsse genau analysieren, welche Erkenntnisse man habe und in Ruhe absprechen, welche Konsequenzen man daraus ziehe. «Es wird aber eine konsequente Antwort der Bundesregierung geben», ergänzte er. «Deutschland muss sich so aufstellen, dass jeder, der uns angreift, weiß, wir finden Antworten. Und das bereiten wir jetzt sorgfältig vor.»
Eine mit Sprengstoff präparierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Merz hatte am Sonntag im ARD-Sommerinterview gesagt, die Ermittlungen stünden kurz vor dem Abschluss. «Wir haben eine weitgehende Einigung in der Bundesregierung, wie wir reagieren.»
Die Bundesregierung will ihre Reaktion auch mit europäischen Partnern und innerhalb der Nato abstimmen. Wadephul reist am Abend zum Treffen der EU-Außenminister nach Irland.
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