70 Jahre DBwV – Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Ein Abend im Zeichen des Jubiläums
Klartext in spannenden Zeiten
Zielgruppentagung des Unterstützungsbereichs
Team Luftwaffe: Verantwortung übernehmen – Zukunft gestalten
Das Leben der anderen
„Last Call!“ – Der letzte Bundeswehr-Einsatz in Kabul
Kampfschwimmer – der Kern der Spezialkräfte der Marine
Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Mandat ein letztes Mal verlängert: Bundeswehreinsatz UNIFIL im Libanon
EUFOR Althea und KFOR: Bundestag stimmt für Verlängerung
Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Erinnerung an Hauptfeldwebel Mischa Meier
Marsch zum Gedenken endet in der Gluthitze Berlins
Startschuss für den Marsch zum Gedenken 2026
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Celle. Klartext in der niedersächsischen Provinz: Beim Celler Trialog stellten sich am 24. und 25. Oktober die Verteidigungspolitiker Florian Hahn (CSU), Rainer Arnold (SPD) und Tobias Lindner (Grüne) gemeinsam mit Reservisten-Präsident Oswin Veith, dem stellvertretenden ZDF-Chefredakteur Elmar Theveßen und dem Bundesvorsitzenden Oberstleutnant André Wüstner auf dem Podium den harten Fragen von Moderator und Publikum. Dabei äußerte sich Wüstner zu allen aktuellen Themen.
Zur Stimmung in der Truppe, beispielsweise. „Die Bundeswehr steht enorm unter Druck, die Belastung nimmt immer weiter zu - durch die zunehmenden Einsätze oder die Umsetzung der zuletzt getroffenen NATO-Gipfel-Beschlüsse“, sagte Wüstner gleich zu Beginn. „Die Trendwenden sind grundsätzlich gut und absolut notwendig. Die negative Entwicklung ist erst einmal gestoppt- aber damit ist die Welt noch nicht in Ordnung. Jetzt muss etwas passieren.“ Er stellte klar: „Die Soldaten erwarten, dass Probleme nicht nur angesprochen, sondern gelöst werden!“
Und weiter: „Beispiel Marine: Wer es aushält, jährlich sieben, acht Monate auf See zu sein, ist hart im Nehmen. Hut ab vor diesen Frauen und Männern. Ähnlich ist es in den anderen militärischen Organisationsbereichen. Sie sind motiviert - aber sie verzweifeln aufgrund der Vielzahl an materiellen Mängeln“, so Wüstner.
Zu den Einsätzen: „Ich war jetzt ein paar Mal in Mali. Ich stelle immer dieselben Fragen, auch zum vernetzten Ansatz - ich bekomme nur mäßige Antworten. Das erinnert mich an einiges, das ich aus Afghanistan kenne. Keiner fragt: Was will die internationale Gemeinschaft wo und wie auf der Zeitachse erreichen?“
Zum Einsatz im Innern: „Wir sind froh über die Trennung von innerer und äußerer Sicherheit. Unsere Bündnispartner in Frankreich und Belgien sagen uns: Seid froh, dass Ihr nicht als Lückenfüller missbraucht werdet.“
Zum Weißbuch: „Mich treibt eine Frage um: Warum diskutieren wir das Weißbuch nicht im Parlament? Es ist doch die Grundlage für alles und würde der vermissten gesellschaftlichen Debatte entgegenwirken!“
Für den ersten Teil der Veranstaltung hatte der Gastgeber, CDU-Verteidigungspolitiker Henning Otte, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eingeladen. Sie stellte anhand einer Reihe von Thesen die Herausforderungen der Zukunft dar. Dabei beschrieb sie die Notwendigkeit, Krisen mithilfe lokaler Kräfte dort zu beherrschen, wo sie entstehen. Kein militärischer Erfolg werde nachhaltig sein, wenn er nicht von Stabilisierung, Wiederaufbau und Versöhnung begleitet werde.
Zur Verhinderung neuer Flüchtlingsströme brauche Europa eine gemeinsame Anstrengung, um den Menschen in Afrika Perspektiven zu geben.
Die Bundeswehr müsse noch agiler und flexibler werden, sagte die Ministerin. Als Beleg für ihre Bemühungen führte sie die Trendwenden an und nannte zudem die Cyber-IT-Abteilung mit eigenem Organisationsbereich samt Inspekteur.
Beim Celler Trialog kommen traditionell Vertreter von Bundeswehr, Politik und Rüstungswirtschaft zusammen. Zum Ausklang des ersten von zwei Veranstaltungstagen bat Henning Otte zum Dinner in den Rittersaal des Celler Schlosses. Die Dinnerspeech hielt die niederländische Botschafterin Monique von Daalen, bevor die Teilnehmer am nächsten Tag nach einem Vortrag des Generalinspekteurs, General Volker Wieker, über die Themen „Rüstungs- als Teil von Sicherheitspolitik“ und „Gesamtstaatliche Sicherheitsvorsorge“ diskutierten.
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