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Im Austausch über das neu aufgestellte Territoriale Führungskommando der Bundeswehr: Brigadegeneral Tilo Maedler (r.) und der Vorstand SKB mit dem Vorsitzenden Stabsfeldwebel Josef Kistler und seinem Stellvertreter Oberstabsfeldwebel Karl-Uwe Hahn. Foto: DBwV/Yann Bombeke
Noch keine fünf Wochen sind seit der Aufstellung des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr erfolgt, der Aufwuchs läuft auf Hochtouren und schon ist es durch die internationale Lage schwer gefordert – „Gut, dass es das Kommando gibt“, sagt dazu Brigadegeneral Tilo Maedler. Der Chef des Stabes des von Generalleutnant Carsten Breuer angeführten Kommandos war zu Gast bei der ersten Zielgruppentagung des Vorstands Streitkräftebasis am Sitz des neuen Kommandos, der Julius-Leber-Kaserne in Berlin. Brigadegeneral Maedler beschrieb den Teilnehmern, allesamt Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbeschäftigte aus dem TerrFüKdoBw unterstellten Bereichen, welche Bedeutung dem Kommando zukommt – insbesondere in der aktuellen, durch den russischen Überfall auf die Ukraine angespannten Lage.
„Wir sind in einer hybriden Phase, also irgendwo zwischen Frieden und Krieg“, sagte Maedler und nannte Beispiele – so etwa der Anschlag auf die Nordstream-Pipelines in der Ostsee. „Wir haben dort kurzfristig Amtshilfe geleistet für die Bundespolizei und die Bundesanwaltschaft“, erklärte der Chef des Stabes. Zum Einsatz gekommen seien Taucher und Unterwasserdrohnen. „Das, was da passiert ist, waren Anschläge“, sagte Maedler, „es wurde ganz massiv Sprengstoff eingesetzt“. Allerdings lasse sich nicht zuordnen, wer der Urheber des Anschlags ist. Der Vorfall zeige, wie verwundbar kritische Infrastruktur ist. Der Brigadegeneral nannte mit den umfassenden Störungen im Bahnbetrieb in Norddeutschland vor wenigen Wochen ein weiteres Beispiel. Diese seien durch gezieltes Kappen bestimmter Verbindungen ausgelöst worden, wozu ein umfangreiches Detailwissen notwendig sei. Aber auch in diesem Fall ließen sich die Urheber bislang nicht genau ermitteln.
Anschließend ging Brigadegeneral Maedler auf die Fortschritte beim Aufwuchs des TerrFüKdoBw ein. So sei das Ziel, zum 1. April 2023 die „full operational capability“ – die volle Einsatzbereitschaft – zu erreichen. Der Stab soll in der Zielstruktur 819 Dienstposten umfassen, 550 davon militärisch, 269 zivil. Ein großer Teil kommt noch aus dem Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, andere kommen aus dem Bereich SKB, auch aus Bonn. Bei der Aufstellung des Kommandos habe man großen Wert darauf gelegt, dass diese sozialverträglich erfolgt – so werde niemand etwa zum Wechsel vom Rhein an die Spree gezwungen, erläuterte Maedler, der sich in der anschließenden Diskussionsrunde den Fragen der Tagungsteilnehmer stellte.
Im Gespräch waren unter anderem die anstehenden Wahlen einer Personalvertretung im neuen Kommando. Darüber hatten bereits zuvor der Vorsitzende SKB, Stabsfeldwebel Josef Kistler, und sein Stellvertreter, Oberstabsfeldwebel Karl-Uwe Hahn, mit den Anwesenden gesprochen, ebenso über die Neuerungen in der SAZV.
„Gerade der Austausch zwischen uns, unseren Truppenkameradschaftsvorsitzenden sowie mit der Führung des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr war sehr gewinnbringend. Insbesondere dass sich Brigadegeneral Maedler die Zeit genommen hat unsere Veranstaltung bis zum Abschluss zu begleiten ließen keine Fragen mehr offen“, betont Josef Kistler.
Vertieft wurden diese Themen am zweiten Tag der Zielgruppentagung, als Oberstabsfeldwebel Sascha Altenhofen, Vorsitzender Beteiligungsrechte, über aktuelle Entwicklungen aus seinem Fachbereich berichtete. Abschließend ging es darum, mit Blick auf die Personalratswahlen im TerrFüKdoBw Verbandspositionen herauszuarbeiten. „Mein persönlicher Dank gilt den Teilnehmern, die wichtige und auch unangenehme Fragen – an uns sowie an die Referenten – gestellt haben“ sagte Karl-Uwe Hahn am Ende der Veranstaltung und gab sich sicher, dass mit dieser Tagung der Grundstein für eine gute Zusammenarbeit in der Zukunft gelegt wurde.
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