Der Landesvorsitzende Ost, Hauptmann Ralf Baasch, und der Bundesvorsitzende Oberst André Wüstner begrüßten Bundestagspräsidentin Julia Klöckner zum Jahresempfang des LV Ost. Foto: DBwV/Eva Krämer

Der Landesvorsitzende Ost, Hauptmann Ralf Baasch (r.), und der Bundesvorsitzende Oberst André Wüstner begrüßten Bundestagspräsidentin Julia Klöckner zum Jahresempfang des Landesverbandes Ost. Foto: DBwV/Eva Krämer

19.10.2026
Eva Krämer

Jahresempfang des Landesverbands Ost: Zwei Jubiläen, eine starke Gemeinschaft

Ein besonderer Jahresempfang war es in diesem Jahr für den Landesverband Ost. Gleich auf zwei Jubiläen galt es zu zurückzublicken: 35 Jahre Landesverband Ost und 70 Jahre Deutscher BundeswehrVerband. 

Rund 70 Gäste aus Politik, Bundeswehr, Verwaltung und Verbänden folgten der Einladung des Landesverbands Ost nach Berlin. Ein Highlight: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) würdigte den Jahresempfang mit einem Grußwort. 

Trotz laufender Abstimmungen im Bundestag, unter anderem zu Bundeswehr-Einsätzen im Roten Meer und im Südsudan, nahm Klöckner sich die Zeit, am Jahresempfang teilzunehmen und ein kurzes Grußwort zu sprechen. Dabei blickte sie unter anderem auf die Wiedervereinigung und die Rolle der Bundeswehr als „Armee der Einheit“ zurück: „Die Deutsche Einheit war 1990 nicht einfach mit einem Staatsakt vollendet. Sie musste danach gelebt werden – ganz besonders auch in unseren Streitkräften. Zwei Armeen, die sich über Jahrzehnte in gegnerischen Bündnissen gegenüberstanden, mussten zu einer Bundeswehr zusammenwachsen“, sagte Klöckner. Mitten in diesem Prozess stand der Landesverband Ost. „Der BundeswehrVerband und ganz besonders der Landesverband Ost haben dazu einen sehr wichtigen Beitrag geleistet“, sagte sie.

Außerdem gratulierte die Bundestagspräsidentin dem DBwV zum 70. Jubiläum: „Sie haben Geschichte geschrieben: Einen freien und unabhängigen Berufsverband von Soldaten für Soldaten, das hatte es in Deutschland noch nie gegeben“, betonte Klöckner. „Der Verband ist selbstbewusster Ausdruck einer Leitlinie, die das Verhältnis von Armee, Staat und Gesellschaft in der Bundesrepublik bis heute prägt: Der Soldat als Staatsbürger in Uniform.“ 

Auch auf den Nationalen Veteranentag ging Klöckner ein, dessen Schirmfrau sie ist: „Der Veteranentag geht auf einen Beschluss des Deutschen Bundestages zurück. Dass es zu diesem Beschluss gekommen ist, hat sehr viel mit dem DBwV zu tun“, sagte sie. „Ich bin stolz darauf, Schirmfrau zu sein.“

Im Anschluss war es dann der der Landesvorsitzende, Hauptmann Ralf Baasch, der in seiner Rede an das 35-jährige Jubiläum des Landesverbandes Ost erinnerte: „Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich belächelt wurde, als ich davon gesprochen habe, dass wir im 35. Jahr unseres Bestehens die Marke von 35.000 Mitgliedern erreichen könnten. Heute kann ich nur sagen: Wir stehen kurz davor!“ Dies zeige, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten, Verantwortung übernehmen und sich nicht von Zweifeln aufhalten lassen. Dabei sei eines besonders wichtig: „Der DBwV hat nicht den Auftrag, die Aufgaben der Bundeswehr zu lösen. Unser Auftrag ist es, die Bundeswehr und insbesondere unsere Soldatinnen und Soldaten auf diesem Weg zu begleiten, ihre Interessen zu vertreten und die Bedingungen im täglichen Dienst zu verbessern. Das tun wir auch in Litauen“, sagte Baasch. „Dort wird der eigentliche Aufwuchs erst im kommenden Jahr beginnen. Es wird weitere Anstrengungen brauchen, weitere Entscheidungen und vor allem eins: einen langen Atem. Denn wer eine gleichwertige Betreuung verspricht, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen.“

Der eigentliche Festvortrag war dann Oberst i.G. Prof. Matthias Rogg vorbehalten. Rogg gehört zu den renommiertesten deutschen Militärhistorikern und beleuchtete in seinem Vortrag die Geschichte der „Armee der Einheit“. „Die Soldaten von NVA und Bundeswehr haben einen Weg zueinander gefunden – auch durch die militärischen Strukturen. Dadurch ist eine gelungene Einheit entstanden“, sagte Rogg. Er erinnerte auch an die deutsche Revolution und die anschließende Wiedervereinigung. „Ein Alleinstellungsmerkmal der deutschen Revolution: Sie war unblutig und erfolgreich. Beides ist einzigartig und wird zu wenig gewürdigt.“ 

Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Stabsmusikkorps der Bundeswehr. Beim anschließenden Empfang bot sich den Gästen die Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu pflegen.

Sehen Sie hier ein paar Eindrücke der Veranstaltung

Mit Rat und Hilfe stets an Ihrer Seite!

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Alle Ansprechpartner im Überblick