Geschichte, Wirtschaft und Weltpolitik im Fokus: Die Kameradschaft ERH Nürnberg informierte sich im Ludwig-Erhard-Zentrum über das Erbe Ludwig Erhards und die Geschichte der Familie Kissinger. Foto: Matthias Nickel

Geschichte, Wirtschaft und Weltpolitik im Fokus: Die Kameradschaft ERH Nürnberg informierte sich im Ludwig-Erhard-Zentrum über das Erbe Ludwig Erhards und die Geschichte der Familie Kissinger. Foto: Matthias Nickel

19.10.2026
Matthias Nickel

Zwischen Sozialer Marktwirtschaft und Weltpolitik: Kameradschaft ERH Nürnberg besucht Ludwig-Erhard-Zentrum in Fürth

Im Rahmen der Reihe „Politische Weiterbildung mit regionalem Bezug“ besuchte die Kameradschaft ERH Nürnberg das Ludwig-Erhard-Zentrum (LEZ) in Fürth. Im Mittelpunkt standen das Leben und Wirken Ludwig Erhards sowie die Sonderausstellung „HENRY – WORLD INFLUENCER NO. 1“, die die Fürther Wurzeln und das Schicksal der Familie Kissinger beleuchtet.

Zum Auftakt trafen sich die Teilnehmer zum gemeinsamen Frühstück im CAFÉ LUISE, bevor die Führung durch das Zentrum begann.

Ludwig Erhard und die Soziale Marktwirtschaft

Bei der Führung durch das deutschlandweit einzigartige Ausstellungs-, Dokumentations- und Forschungszentrum erhielten die Teilnehmer Einblicke in Leben und Wirken des früheren Bundeskanzlers Erhard und das von ihm geprägte Konzept der Sozialen Marktwirtschaft. Als interaktiver Lernort verdeutlicht das Zentrum, wie Erhards wirtschaftspolitische Ideen Deutschland geprägt haben und bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Die Besucher setzten sich dabei mit den Grundgedanken der Sozialen Marktwirtschaft und deren Einfluss auf Politik und Gesellschaft auseinander.

Die Geschichte der Familie Kissinger: Von Fürth in die Welt!

Besonderes Interesse weckte die Sonderausstellung „HENRY – WORLD INFLUENCER NO. 1“. Sie zeichnet die Geschichte der Familie Kissinger seit Beginn des 20. Jahrhunderts nach und stellt deren enge Verbindung zu Fürth in den Mittelpunkt. Die Besucher wurden zurück in die Kindheit der Brüder Henry und Walter Kissinger in ihrer fränkischen Heimat versetzt. Nachvollziehbar wurden die tiefen Einschnitte durch die nationalsozialistische Verfolgung, den Verlust der Heimat und den Neuanfang in den Vereinigten Staaten. Anhand persönlicher Lebenswege macht die Präsentation sichtbar, wie eng regionale Geschichte mit den politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts verknüpft ist.

Die Exkursion verband regionale Geschichte mit großen, politischen und gesellschaftlichen Fragen. Kameradschaftsvorsitzender Oberstleutnant a. D. Matthias Nickel dankte Oberst a. D. Klaus-Peter Koschny für die Organisation. Die Teilnehmer zogen eine durchweg positive Bilanz. Die Veranstaltung zeigte, wie politische Bildung vor Ort Geschichte lebendig macht und zugleich Denkanstöße für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen liefert.

Mit Rat und Hilfe stets an Ihrer Seite!

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Alle Ansprechpartner im Überblick