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Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr findet die Fachtagung für Vertrauenspersonen zum zweiten Mal statt.
Zu einer Fachtagung mit Vertrauenspersonen sind auf Einladung des Deutschen BundeswehrVerbands (DBwV) in Berlin rund 60 Soldatinnen und Soldaten zusammengekommen. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr findet die auf die Zielgruppe zugeschnittene Tagung unter Leitung von Oberstabsfeldwebel Sascha Altenhofen, Vorsitzender Fachbereich Beteiligungsrechte im DBwV-Bundesvorstand, somit zum zweiten Mal statt.
Die Tagung sei zum einen Rückblick auf die Zeit nach der ersten Auflage und gleichzeitig Ausblick auf die anstehenden Personalratswahlen 2024, sagte Sascha Altenhofen zur Begrüßung. Es bleibe ein Ziel: Die Zusammenarbeit des DBwV mit den Vertrauenspersonen weiter zu forcieren und zu intensivieren. „Ich freue mich, mit Ihnen zusammenzukommen, und auf den gemeinsamen Austausch“, so Altenhofen zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Zudem wies er unter anderem auf die neue DBwV-Kampagne „Farbe bekennen“ hin.
Der Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbands, Oberst André Wüstner, appellierte an die Tagungsteilnehmer, sich in ihrer Arbeit nicht entmutigen zu lassen, auch wenn es mal schwer ist: Es lohne sich, sich für andere Menschen einzusetzen. Er verwies dabei auf die mehr als 67-jährige Erfolgsgeschichte des DBwV. Vieles des durch den Verband Erkämpfte, sei heute selbstverständlich – und sei doch vor Jahren noch für undenkbar gehalten worden.
Auch wenn die Herausforderungen beispielsweise auf der Ebene BMVg und der Ebene Kompanie komplett anders aussehen würden, sei es doch wichtig, dass sich auf allen Ebenen die Dinge zum Positiven entwickeln – und sich auf allen Ebenen Menschen dafür engagieren.
Über Aspekte aus der Arbeit des Gesamtvertrauens- personenausschusses (GVPA) und personelle Veränderungen im Gremium informierte, informierte dessen Sprecher Hauptmann Sebastian Habicht. Der Vorstand des mittlerweile neunten GVPA hatte sich im Juli konstituiert. Zudem berichtete er unter anderem darüber, wie aus Sicht des BMVg die drängenden Personalprobleme der Bundeswehr gelöst werden sollen.
Ein weiterer Schwerpunkt in Habichts Referat und der anschließenden Diskussion war die geplante Brigade für Litauen und die Frage, wie diese ausgestaltet werden wird. Oberst Wüstner hatte dieses Thema zuvor in seinem Grußwort ebenfalls angeschnitten. Erst kürzlich hatte der Bundesvorsitzende gesagt: „Wir sind mit dem BMVg bereits seit einigen Wochen im guten Austausch, was die Ausgestaltung der Stationierungsentscheidung angeht. Das gilt insbesondere für die sozialen Rahmenbedingungen vor Ort.“
Aktuelle Entwicklungen in Rechtsfragen zum Beteiligungsrecht erläuterte anschließend Burkhard Kötke aus der Rechtsabteilung des DBwV, ehe er sich den Fragen der Tagungsteilnehmer stellte. Ob Informationsanspruch der Vertrauenspersonen, Pflicht zur Arbeitszeiterfassung oder leistungsbezogene Besoldungselemente – die Themen in Kötkes Vortrag waren breit gefächert. Stabsfeldwebel Sven Wille, Schwerbehindertenvertreter im Kommando Luftwaffe, erläuterte im Anschluss Grundlegendes zu den Themen Schwerbehindertenrecht, Barrierefreiheit sowie Inklusion und beantwortete ebenfalls Fragen aus dem Auditorium.
Mit dem Bundestagsabgeordneten Henning Otte (CDU) war darüber hinaus der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestags zur Fachtagung mit Vertrauenspersonen gekommen. Er spannte den Bogen über den aktuellen Kampf Israels gegen die Hamas-Terroristen über die Sicherheitslage im Nahen Osten und den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine bis hin zu aktuellen Bundeswehrthemen und der Zeitenwende mit dem mit ihr verbundenen 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen.
Informatives Programm
Für den zweiten Tag der Fachtagung mit Vertrauenspersonen steht am Dienstag, 17. Oktober, weiteres Informatives auf dem Programm. Dazu gehört unter anderem ein Referat zu aktuellen Rechtsthemen durch den Justiziar des DBwV, Major d.R. Christian Sieh. Und Tagungsleiter Sascha Altenhofen wird über aktuelle Themen aus seinem Fachbereich Beteiligungsrechte berichten.
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