Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
DBwV für neues Artikelgesetz Militärische Sicherheit, fordert aber Nachbesserungen
Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
Der Landesverband Ost feiert Geburtstag – Die „Armee der Einheit“ wurde im DBwV verwirklicht
Der Aufwuchs der Reserve als sicherheitspolitische Aufgabe
Wüstner: „Gefahr ist groß, dass Russland die Situation ausnutzt“
„Vielleicht geht es um alles“
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
16 Jahre nach dem Karfreitagsgefecht: Mehr als 26.000 machen beim 16K3-Gedenkmarsch mit
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
16K3-Gedenkmarsch: Erinnerung an das Karfreitagsgefecht
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Blick ins Innere der verwüsteten Synagoge an der Berliner Fasanenstraße Foto: Bundesarchiv
Der 9. November wird in Deutschland meist mit positiven Erinnerungen in Verbindung gebracht, fiel doch an diesem Tag nach Jahrzehnten der Teilung die Berliner Mauer und damit die Grenze zwischen der DDR und der BRD. Doch der 9. November markierte vor 80 Jahren ebenso einen Tiefpunkt der deutschen Geschichte: mit der Reichspogromnacht, in der die Nationalsozialisten einen großflächigen Angriff auf das jüdische Leben im deutschsprachigen Raum starteten.
Wie schon beim Reichstagsbrand 1933 nutzte das 1938 einen äußeren Vorwand, um Unterdrückung und Terror zu forcieren. Der polnische Jude Herschel Grynszpan verübte am 7. November in Paris ein Attentat auf den Legationsrat Ernst vom Rath, der zwei Tage später seinen Verletzungen erlag. Jetzt setzten die Nationalsozialisten ihren Sicherheitsapparat in Bewegung, um organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich zu ergreifen.
Anweisung per Fernschreiben von Reinhard Heydrich, dem Chef der Sicherheitspolizei, zeigen deutlich, wie stark die Nationalsozialisten lenkend eingriffen:
Bei den folgenden Pogromen – bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 auch Reichs-Kristallnacht oder Reichspogromnacht genannt – wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Mehr als 1?400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört.
Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, wo Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung verfolgte den Akt der Barbarei schweigend. Kaum eine Stimme und schon gar keine Hand rührte sich zur Verteidigung der jüdischen Mitbürger.
Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete. Juden durften jetzt keinen Handel, kein Handwerk und kein Gewerbe mehr betreiben, Diskriminierungen, Verbote und Auflagen wurden immer mehr, sie umfassten das gesamte alltägliche Leben. Den Juden wurde damit jegliche Existenzgrundlage genommen. Wer konnte, wanderte aus.
Zurück zur Liste der Beiträge
DIESE SEITE:
TEILEN:
FOLGEN SIE UNS: