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Das Areal der Bundeswehr beim Wacken-Festival: Das Interesse der Besucher an den Streitkräften war groß. Foto: DBwV/Janosh Sagawe
„Wir wollen immer da sein, wo die Menschen sind“, sagt Walter Schulte, Oberst I.G., über die Präsenz der Bundeswehr beim Heavy-Metal-Festival am vergangenen Wochenende in Wacken. Mit 50 Beschäftigten aus allen Dienststellen und Fachrichtungen ist die Armee auf dem Festivalgelände in Schleswig-Holstein, um über berufliche Möglichkeiten zu informieren.
Dort zu sein, wo die Bundeswehr gar nicht unbedingt erwartet werde und „wo wir es tatsächlich auch schaffen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, beschreibt Oberst Schulte die Motivation. „Und wenn man sich hier umschaut, wenn man so sieht, was hier so los ist, dann spürt man ja, dass die Menschen einfach zu uns wollen, entweder für das Gespräch oder sogar, weil sie Interesse auch an einer Laufbahn bei uns haben“, so Schulte.
Etwa 2000 Besucher sind nach Angaben von Hauptmann Henning Müller pro Tag zu Gast am und im Karrieretruck der Bundeswehr. Der Presseoffizier nennt Pioniere und Sanität sowie die wehrtechnische Dienststelle als Beispiele für die Präsentationen. Müller: „Es zeigt ein bisschen, aber tatsächlich auch nur ein bisschen, diese ganze Vielfalt der Arbeitgeberin Bundeswehr.“
Zu sehen sind ein Sanitäts- beziehungsweise Rettungszelt, eine Verlegestraße für unwegsames Gelände, geländegängige Fahrzeuge sowie der Eagle IV, ein gepanzertes Transportfahrzeug.
HEP 90 nennt sich das Fahrzeug der ABC-Abwehrtruppe, der eine mobile Dekontaminationseinrichtung aufgebaut hat. Die Besucher können ihre Fitness testen und am Interaktionsmonitor ihre Interessen und Fähigkeiten ergründen.
Für Kapitänleutnant Alexander ist Wacken „natürlich sehr speziell“. Das Publikum sei vollkommen gemischt, aber auch sehr interessant. „Und durchaus hatten wir auch schon Interessenten für die Marine, ich kann für mich verbuchen, dass es durchaus eine erfolgreiche Aktion war“, sagt er.
Wacken habe einen überregionalen Charakter. Deswegen sei es auch für die Marine interessant. Nach Angaben des Kapitänleutnants sucht die Marine händeringend Personal. Alexander ist Mitglied im Deutschen BundeswehrVerband (DBwV) und fühlt sich von dem Interessenverband gut vertreten: „Der BundeswehrVerband bietet viele, viele Möglichkeiten, auch der Absicherung für uns Soldaten.“
Daniel Greiner ist Festivalbesucher und sieht sich das Gelände der Bundeswehr ganz genau an. Die Bundeswehr dürfe durchaus auch an anderen Standorte Präsenz zeigen, denkt er und fügt hinzu: „Weil wir leider die Wehrpflicht noch nicht wiederhaben, ich hoffe, dass sie wiederkommt“. Er sei selbst acht Jahre bei der Bundeswehr gewesen, da kenne er natürlich auch den BundeswehrVerband.
„Persönlich richtig gut“, finden Jaqueline Dresler und Franca Keusemann den Bundeswehrauftritt in Wacken, „weil es vielleicht auch einfach ein paar Vorurteile rausnimmt“. Berührungsängste werden nach Ansicht der beiden Festivalbesucherinnen genommen. Als „interessant und informativ“ beschreiben sie ihre Eindrücke. „Ich finde es eine ziemlich gute Aktion“, sagt auch Kybele Wolf. Die Besucherin hat sich auch über den DBwV informiert, weil „ich mich bei der Bundeswehr beworben habe“. Der Verband kümmere sich um Belange der Soldaten, auch bei Zukunftsfragen.
Hauptfeldwebel Ricardo hat nach eigenen Angaben vernünftige Gespräche geführt mit Interessenten, die sich für den Arbeitgeber Bundeswehr interessiert haben, sowohl für die zivile Seite als auch für die militärische Seite. Er beobachtet, dass die Bundeswehr seit zwei Jahren mehr im Rampenlicht steht und „mehr verstanden wird, was wir hier überhaupt tun“. In Wacken sei die Truppe sehr gut aufgenommen worden. Ricardo: „Man sieht, auch Soldaten können Spaß haben. Wir haben hier einen super Arbeitsplatz.“
Stabsfeldwebel Dieter berichtet vom großen Interesse der Besucher, besonders an den Tagen, an denen noch kein Musikprogramm läuft. „Wir haben sehr viele Gespräche, auch sehr viele gute Gespräche und sehr viel Zulauf.“ Der gesamte Querschnitt der Gesellschaft ist nach Angaben von Dieter vertreten: Schulabgänger, Berufstätige bis hin zu Ärzten. Es mache viel Spaß, „den Leuten die Möglichkeiten aufzuzeigen. Die Entscheidung, ob sie dann zu uns kommen, müssen sie natürlich selber treffen“.
Der Stabsfeldwebel ist ein großer Freund des DBwV. Die Mitgliedschaft empfindet er persönlich als richtig. „Ich bin seit 35 Jahren Soldat und bestimmt schon 30 Jahre Mitglied im BundeswehrVerband“, sagt Dieter, der inzwischen Reservist ist. „Die setzen sich halt einfach für unsere Rechte ein.“ Seine Tochter, erzählt er, sei auch Soldatin und ebenfalls Verbandsmitglied.
Hauptmann Henning Müller bringt es auf den Punkt: „So wie wir für Deutschland da sind, ist halt auch der Deutsche BundeswehrVerband für uns da und setzt sich für uns ein.“
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