Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
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Wüstner: „Gefahr ist groß, dass Russland die Situation ausnutzt“
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Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
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Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
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16 Jahre nach dem Karfreitagsgefecht: Mehr als 26.000 machen beim 16K3-Gedenkmarsch mit
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
16K3-Gedenkmarsch: Erinnerung an das Karfreitagsgefecht
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Am 4. Oktober 1990, einen Tag nach der deutschen Wiedervereinigung, übernahm Jörg Schönbohm, Befehlshaber des Bundeswehrkommandos Ost, das Wehrbereichskommando VII der Bundeswehr, vormals Wehrbezirk III der Nationalen Volksarmee. Foto: Bundesarchiv
Der frühere Inspekteur des Heeres machte eine steile Karriere in der Brandenburger CDU. Nun starb der frühere Innenminister Jörg Schönbohm, der auch in Berlin Politik gemacht hat.
Potsdam. Der CDU-Politiker und frühere Innenminister von Brandenburg, Jörg Schönbohm, ist tot. Er sei in der Nacht vom 7. auf den 8. Februar im Alter von 81 Jahren gestorben, teilte die Brandenburger CDU mit. Sie bestätigte einen Bericht von radio B2.
1996 wurde Schönbohm Innensenator in Berlin. Erst zwei Jahre zuvor war er in die CDU eingetreten. 1999 wechselte Schönbohm nach Brandenburg, wo er die zuvor zerstrittene Landes-CDU zur Geschlossenheit führte und wenig später in einer rot-schwarzen Koalition Innenminister und Vize-Regierungschef wurde.
Der Politiker lebte in Kleinmachnow (Kreis Potsdam-Mittelmark) nahe Berlin. Im Jahr 2012 hatte Schönbohm einen Schlaganfall und litt später an den Folgen.
Der Politiker wurde 1937 in Neu Golm im Landkreis Oder-Spree geboren, kam aber noch als Kind in den Westen. Nach dem Abitur in Kassel schlug er eine Bundeswehrlaufbahn ein. Zeitweise war er Kommandeur einer Panzerdivision, zudem arbeitete er im Verteidigungsministerium.
Als sein Meisterstück gilt die Auflösung und teilweise Integration der Nationalen Volksarmee in die Bundeswehr nach der Wiedervereinigung. Damals war er Befehlshaber des Bundeswehrkommandos Ost in Strausberg östlich von Berlin. „Wir kommen nicht als Sieger zu Besiegten, sondern als Deutsche zu Deutschen“, sagte Schönbohm damals.
Hauptmann a.D. Uwe Köpsel, Landesvorsitzender Ost im DBwV, würdigte die Leistungen Schönbohms: „Jörg Schönbohm hat sich in unschätzbarer Weise um die deutsche Einheit verdient gemacht. Dass aus zwei deutschen Armeen in so kurzer Zeit eine Armee der Einheit wurde, ist seinem Wirken zu verdanken. Den Anliegen der Soldaten der ehemaligen NVA stand er immer aufgeschlossen gegenüber."
Von 1991 bis 1992 war Schönbohm Inspekteur des Heeres. Nach seiner Pensionierung wechselte er als beamteter Staatssekretär für Sicherheitspolitik, Bundeswehrplanung und Rüstung ins Verteidigungsministerium.
Zu seinen Erfolgen in Brandenburg zählen eine Gemeinde- und Polizeireform. Vor allem die Polizei stärkte er - was Beamte noch Jahre später wohlwollend bemerken. Die CDU in Brandenburg würdigte Schönbohm mit dem Ehrenvorsitz der Partei. Verheiratet war Schönbohm seit 1959, aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.
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