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Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
Kameradschaft und Selbstverständnis
„Die Bundeswehr braucht eine Revolution“
Auftakt für das Wahljahr 2026
Wehrbeauftragter: „Kein Mängelbericht, sondern Handlungsempfehlungen“
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
Bundestag berät über vier Auslandseinsätze
16K3-Gedenkmarsch: Erinnerung an das Karfreitagsgefecht
Erinnerung an die Gefallenen vom OP North
Erzählen Sie Ihre Veteranengeschichte!
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Rund 25.000 Frauen leisten heute Dienst in der Bundeswehr - selbstverständlich auch in der Kampftruppe. Foto: DBwV/Yann Bombeke
Vor 26 Jahren hat der Europäische Gerichtshof die Entscheidung getroffen, dass Frauen alle Laufbahnen in den Kampftruppen der Bundeswehr eröffnet werden müssen: Dem vorangegangen war ein langwieriges Verfahren, das der Deutsche BundeswehrVerband nicht nur begleitet, sondern mit Elan und Entschlusskraft im Sinne der Klägerin Tanja Kreil durch viele Instanzen vorangetrieben hat. Zuvor war es Frauen nur möglich, in der Sanität und im Militärmusikdienst zu dienen. Am 2. Januar 2001 rückten dann die ersten 244 Rekrutinnen in die Kasernen ein.
Diese Geschichte zeigt mehr als deutlich: Der Deutsche BundeswehrVerband ist seit Jahrzehnten starker Partner der Frauen in den Streitkräften.
Bereits 1975 – zwanzig Jahre nach der Gründung der Bundeswehr – wurde ein erster wichtiger Schritt zur Öffnung der Streitkräfte für Frauen getan: Frauen durften erstmals in Uniform dienen. Dies war jedoch noch durch Artikel 12a des Grundgesetzes eingeschränkt, der bis zum Jahr 2000 festlegte, dass Frauen keinen Dienst mit der Waffe leisten durften.
Heute, 50 Jahre später, leisten rund 25.000 Frauen ihren Dienst in der Bundeswehr. Das entspricht etwa 14 Prozent der Soldatinnen und Soldaten. Diese Zahlen zeigen: Es wurden wichtige Fortschritte erreicht, gleichzeitig besteht weiterhin Handlungsbedarf. Frauen in der Bundeswehr sind heute eine Selbstverständlichkeit. Tag für Tag beweisen Soldatinnen gemeinsam mit ihren Kameraden im Dienst – im Inland wie im Einsatz – ihren Beitrag und ihr Engagement für die Bundeswehr und unsere Gesellschaft.
Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums wurde mit der Unterstützung und Vorstellung des Buches „Kameradschaft und Kampfgeist – Frauen in der Bundeswehr“ ein neues Kapitel in der Verbandsarbeit aufgeschlagen. Das Buch porträtiert die Lebenswege von 17 Frauen in der Bundeswehr und gibt Einblicke in ihre persönlichen Wünsche, Erfahrungen und Ziele. Gleichzeitig markierte die Buchvorstellung den Auftakt für das neue Frauennetzwerk im DBwV. Dessen Arbeit und künftige Erfolge werden fortlaufend unserer Webseite vorgestellt.
Wir beide stehen im Verband als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung, um das Frauennetzwerk weiter auszubauen und die Verbindung zwischen den Mitgliedern zu stärken. Für uns ist das gelebte Kameradschaft und gegenseitige Unterstützung.
Das Wort Kameradschaft wird oft verwendet, doch für uns hat es eine klare Bedeutung: Es ist der verlässliche Zusammenhalt untereinander, das Vertrauen, auf das man sich verlassen kann. Dieses Miteinander prägt den Alltag in der Truppe und ist dort selbstverständlich.
Unsere Entscheidung für den Dienst in den Streitkräften ist auch ein bewusstes Zeichen: Frieden und Freiheit, die Sicherheit unserer Familien und unseres Landes sind keine Selbstverständlichkeit. Sie beruhen auf dem Einsatz von Frauen und Männern, die gemeinsam Verantwortung übernehmen und im Ernstfall auch unter schwierigen Bedingungen ihren Auftrag erfüllen. Dieses Verständnis prägt unser Handeln.
In diesem Jahr feiert der Deutsche BundeswehrVerband sein 70-jähriges Bestehen. Er wurde im Juli 1956 gegründet, in einer Zeit, in der die neu aufgestellte Bundeswehr vor großen organisatorischen und sozialen Herausforderungen stand. Die Gründung des Verbandes war notwendig, da insbesondere die soziale Absicherung der Soldaten und ihrer Familien unzureichend geregelt war. Der Tod eines Hauptfeldwebels, nach dessen Unfall seine Frau und Kinder nicht ausreichend versorgt waren, wurde zu einem Wendepunkt und machte deutlich, wie dringend es eines Berufsverbandes und einer starken Spitzenorganisation bedurfte. Seit seiner Gründung setzt sich der DBwV für die sozialen Belange der Soldatinnen und Soldaten ein und engagiert sich für bessere Rahmenbedingungen im Dienst. Auch die Förderung von Gleichberechtigung wurde über die Jahre konsequent vorangebracht und weiterentwickelt.
Dabei stand der Verband uns stets verlässlich zur Seite. Das galt in der Vergangenheit, das gilt heute und wird auch in Zukunft so bleiben – gerade angesichts der Aufgaben, die weiterhin vor uns liegen.
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