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Gedenken an die Gefallenen: Drei Soldaten kamen bei dem Karfreitagsgefecht am 2. April 2010 ums Leben. Foto: dpa
Berlin. Neun Jahre ist es her, die Erinnerung an das Karfreitagsgefecht in Afghanistan aber immer noch präsent und unverblasst. Drei Soldaten verloren bei einem Angriff aus dem Hinterhalt im Norden Afghanistans ihr Leben, zahlreiche wurden verletzt.
Der 2. April 2010, ein Karfreitag, zählt zu den dunkelsten Tagen der Bundeswehrgeschichte. Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 373 aus Seedorf gerieten bei der kleinen Ortschaft Isa Khel in einen Hinterhalt. Zehn Stunden lang hielt das Gefecht an. Nils Bruns, Robert Hartert und Martin Augustyniak verloren ihr Leben. Elf weitere Soldaten, Kameraden der Gefallenen, wurden zum Teil schwer verwundet. Trotz schweren Beschusses gelang es, sie mit US-Hubschraubern auszufliegen, sonst wären wohl noch mehr Soldaten gefallen.
„Der 2. April 2010 war eine Zäsur in der Geschichte der Bundeswehr“, sagt Hauptmann Andreas Steinmetz, Stellvertretender Bundesvorsitzender, „jedes Jahr, wenn die Ostertage nahen, denken wir an diesen Karfreitag, an dem unsere jungen Kameraden aus dem Leben gerissen wurden. Wir werden alles dafür tun, dass sie nie in Vergessenheit geraten.“
Das Andenken an die Toten aufrechterhalten, so lautet der Appell des Deutschen BundeswehrVerbands. An die Toten des Karfreitagsgefechts, aber auch an die vielen anderen, die im Dienst und Auftrag des Parlaments in den Auslandseinsätzen ihr Leben ließen. Die Politik muss immer wieder daran erinnert werden, dass die Soldaten in den Einsätzen nicht nur die beste Ausrüstung verdienen, sondern ebenso Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit. Denn auch heute ist die Bundeswehr weltweit an gefährlichen Einsätzen beteiligt. Dass sich Ereignisse wie jene nahe Kundus im April 2010 irgendwann wiederholen, kann nie ausgeschlossen werden. Noch im April 2010, wenige Tage nach dem verheerenden Gefecht, verloren vier weitere deutsche Soldaten ihr Leben bei einem Angriff nahe Baghlan.
Mit diesem tragischen Ereignis ging auch ein Wendepunkt in der Wahrnehmung des Einsatzes in Afghanistan einher. Weigerte sich die Politik bis dato von einem „Krieg“ am Hindukusch zu sprechen, zeigte der Angriff, dass kein anderer Begriff treffend sein kann. Das Karfreitagsgefecht gilt als Inbegriff des Kampfeinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan. Erstmals besuchte Kanzlerin Angela Merkel einen Trauergottesdienst für gefallene Soldaten. Im Einsatz bekam die Truppe endlich die Ausrüstung, die sie benötigte, um im Gefecht zu bestehen. Die Einsatzversorgung wurde in den folgenden Jahren gesetzlich verbessert, viele Anregungen des Deutschen BundeswehrVerbands wurden dabei von der Politik aufgegriffen.
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