70 Jahre DBwV – Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Ein Abend im Zeichen des Jubiläums
Klartext in spannenden Zeiten
Zielgruppentagung des Unterstützungsbereichs
MAD warnt: Hybride Bedrohungslage erheblich verschärft
Muslimische Militärseelsorge im internationalen Austausch
Fünfte Auflage der Handelsblatt Konferenz Sicherheit & Verteidigung
Personal-Lücken in der Litauen-Brigade
Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Mandat ein letztes Mal verlängert: Bundeswehreinsatz UNIFIL im Libanon
EUFOR Althea und KFOR: Bundestag stimmt für Verlängerung
Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Erinnerung an Hauptfeldwebel Mischa Meier
Marsch zum Gedenken endet in der Gluthitze Berlins
Startschuss für den Marsch zum Gedenken 2026
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Spionage, hybride Angriffe, Sabotage: Der MAD verzeichnet zunehmende russische Aktivitäten in Deutschland. Foto: picture alliance/Panama Pictures/Christoph Hardt
Wegwerf-Agenten, Cyberattacken, Drohnen-Angriffe – nur einige der Gefahren, vor denen der Militärischen Abschirmdienst (MAD) in seinem jetzt vorgelegten Jahresbericht 2025 warnt. Insgesamt sieht der Dienst eine verschärfte Bedrohungslage, auch und gerade für die Sicherheit von Bundeswehrangehörigen. Er kann allerdings auch auf Erfolge verweisen.
Insgesamt sei das Amt durch die multiplen Krisen in allen Bereichen seiner Tätigkeit sehr stark beansprucht. Erfreulich dabei: Die Bearbeitung der Sicherheitsüberprüfungsverfahren durch die Behörde hat sich in den letzten Jahren deutlich beschleunigt – im Vergleich zu 2020 hat sich die Anzahl der abgeschlossenen Sicherheitsüberprüfungen von etwa 40.000 auf über 80.000 Vorgänge im Jahr verdoppelt. Insgesamt konnten mehr Vorgänge abgeschlossen werden, als neue hinzukamen.
In der Extremismusabwehr ist ein weiterer Anstieg der Verdachtsfälle festzustellen. Das Amt verweist hier auf eine höhere Meldesensibilität aus der Truppe – was durchaus auf politische Bildung und Präventionsarbeit zurückgeführt werden könne. Zugleich wird die Rolle von Sozialen Medien, Messenger-Diensten und Imageboards als Weg in den „Online-Extremismus“ Einzelner betont.
In den einzelnen Phänomenbereichen des vom MAD bearbeiteten Extremismus ist der Rechtsextremismus mit 519 von insgesamt 610 Fällen wie auch in den Vorjahren am bedeutendsten.
Daneben fallen im linksextremistischen Spektrum vor allem die antimilitaristischen Anschläge auf Liegenschaften und Fahrzeuge auf. Tatsächlich bedenklich ist die Zunahme von Angriffen auf Soldaten in der Öffentlichkeit, ausgelöst durch das Tragen der Uniform.
Spionage: Deutschland ist priorisiertes Aufklärungsziel der Russischen Föderation
Die ausgeweitete taktische Aufklärung der russischen Dienste und auch die von Russland ausgehenden hybriden Angriffe zielen unmittelbar auf die Einsatzfähigkeit und das Ansehen der Streitkräfte.
Gewarnt wird vor einer Zunahme des Bedrohungspotentials von Sabotageangriffen auch durch die Verwendung von „Low-Level-Agents“. Sabotage werde dann besonders wirksam, wenn eine weitere mediale Verwertung im Sinne der Angreifer erfolgt. Als Sonderform wird die verzögert wirkende Sabotage am Beispiel der Korvette Emden beschrieben. Hierbei wird insbesondere die Erkennung der Sabotage als solche durch den Zeitablauf erschwert.
Ausforschung und Anbahnung über Social Media
Das Bundesamt warnt vor Gefahren angesichts der teils offensiven Selbstvermarktung von Soldaten auf entsprechenden Jobportalen. Dort wird oft unvorsichtig mit privaten Daten und auch dienstlichen Informationen umgegangen, was für feindliche Nachrichtendienste eine besonders gute Rekrutierungsgrundlage darstellt.
Wie immer ist der Jahresbericht des MAD mit anschaulichen Fallbeispielen und Informationskästen versehen, hier ist das Dokument abrufbar.
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