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Dem Deutschen BundeswehrVerband ist Emmanuel Jacob eng verbunden - auch auf der 22. Hauptversammlung des Verbandes im November 2025 war der Euromil-Präsident vor Ort. Foto: DBwV/Yann Bombeke
Am 21. September 2006 wurde Emmanuel Jacob auf einem Außerordentlichen Kongress in Berlin zum Präsidenten der European Organisation of Military Associations and Trade Unions (EUROMIL) gewählt. Zwei Jahrzehnte später steht der gebürtige Belgier und Chief Warrant Officer a. D. nach wie vor an der Spitze der Dachorganisation, die heute rund 500.000 Militärangehörige und ihre Familien aus über 20 Ländern vertritt. Für den Deutschen BundeswehrVerband (DBwV) ist dieses Jubiläum mehr als eine Formalie, es ist der Anlass, auf 20 Jahre engste Partnerschaft zurückzublicken.
Vom ungeplanten Umweg zur Lebensaufgabe
Der Beginn dieser langen Amtszeit verlief alles andere als gewöhnlich. Nach dem überraschenden Rücktritt des damaligen EUROMIL-Präsidenten Ende 2005 übernahm zunächst der damalige DBwV-Bundesvorsitzende Bernhard Gertz kommissarisch die Führung. Da für die Neuwahl erst die Satzung angepasst werden musste, zog sich der Übergang über neun Monate hin. Erst im September 2006 waren die rechtlichen Grundlagen geschaffen und der damalige Vorstandsbeisitzer Emmanuel Jacob wurde in Berlin gewählt.
„Ich hätte mir damals sicherlich nicht vorstellen können, dass dies der Beginn einer zwanzigjährigen Reise werden würde“, blickt Jacob heute zurück.
Der DBwV als Verfasser der ersten Stunde
Die Wurzeln von EUROMIL und dem DBwV sind eng miteinander verknüpft: Als der DBwV die Organisation 1972 in Bergisch Gladbach als Gründungsmitglied mit ins Leben rief, legte er das Fundament für die europäische Vertretungsarbeit.
Die Rolle des DBwV schätzt Emmanuel Jacob dabei seit jeher hoch ein. So betonter er auf einer Hauptversammlung des DBwV: „Der DBwV ist von Anfang an eine treibende Kraft für EUROMIL und für die europäische Zusammenarbeit von Soldaten gewesen. Solidarität endet nicht an Landesgrenzen. Der DBwV nimmt eine Schlüsselrolle in Europa ein und ist ein Vorbild für alle anderen Militärverbände in der europäischen Familie.“
Gleichzeitig greift Jacob auf europäischer Ebene regelmäßig Beispiele aus Deutschland auf: So hob er vor dem Verteidigungsausschuss (SEDE) des Europäischen Parlaments explizit den deutschen Berufsförderungsdienst (BFD) als Vorzeigemodell hervor, um den Übergang von Zeitsoldaten in den zivilen Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Ein beispielgebender Europäer
Auch im DBwV-Bundesvorstand genießt Jacob großes Vertrauen. Hauptmann a. D. Jörg Greiffendorf, DBwV-Schatzmeister, Europa-Beauftragter und zugleich 1. Vizepräsident von EUROMIL, beschreibt die Zusammenarbeit so: „Ich habe Emmanuel Jacob als beispielgebenden Europäer kennengelernt. Ich habe ihn auf der Hauptversammlung 2021 als den Menschen angekündigt, der den Film ‚In 80 Tagen um die Welt‘ personifiziert – gegen die Zeitverschiebung reisen spart einen Tag ein. Seine Art, als Präsident von EUROMIL zu agieren, hat ihn zu einem anerkannten Gesprächspartner sowohl bei der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament als auch bei der NATO gemacht. Auf der Berliner Sicherheitskonferenz leitet er auch dieses Jahr wieder eine Podiumsdiskussion.“
Gemeinsam für die Rechte der „Bürger in Uniform“
Das sicherheitspolitische Umfeld in Europa hat sich in den letzten zwanzig Jahren massiv verändert. Der Kern der gemeinsamen Arbeit blieb für Jacob und den DBwV jedoch unverändert: Soldatinnen und Soldaten sind Bürger in Uniform.
Ein verlässlicher sozialer Dialog ist für beide Organisationen kein Widerspruch zu militärischer Einsatzbereitschaft, sondern deren Grundlage. Starke Verbände melden Probleme an der Basis direkt zurück, begleiten Reformen pragmatisch und sorgen dafür, dass der Dienst in den Streitkräften attraktiv bleibt.
Ob beim Einsatz für das Recht auf Gewerkschaftsarbeit in allen EU-Staaten, beim Austausch über Wehrpflichtmodelle im Rahmen der Northern Group oder bei gemeinsamen Auftritten in Berlin und Brüssel, die Zusammenarbeit läuft auf kurzer Welle und mit hohem gegenseitigen Vertrauen.
Dank für zwei Jahrzehnte Verlässlichkeit
Interessenvertretung auf europäischer Ebene erfordert Ausdauer, Gespür für politische Dynamiken und das Verständnis für ganz unterschiedliche nationale Militärkulturen. Dass EUROMIL heute bei den europäischen Institutionen und der NATO als feste Stimme des militärischen Personals gilt, ist zu großen Teilen der Verdienst von Emmanuel Jacob.Der DBwV dankt Emmanuel Jacob herzlich für 20 Jahre unermüdlichen Einsatz, enge Kameradschaft und die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Sinne aller Soldatinnen, Soldaten und ihrer Familien in Europa. Auf die nächsten gemeinsamen Schritte!
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