Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
DBwV für neues Artikelgesetz Militärische Sicherheit, fordert aber Nachbesserungen
Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
Wüstner: „Gefahr ist groß, dass Russland die Situation ausnutzt“
„Vielleicht geht es um alles“
Eine Entscheidung, die bis heute schwere Folgen hat
Der Verband der Berufssoldaten der DDR – Interessenvertretung und Lernort demokratischer Mitbestimmung.
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
16K3-Gedenkmarsch: Erinnerung an das Karfreitagsgefecht
Erinnerung an die Gefallenen vom OP North
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Auf der Karte von "Reporter ohne Grenzen" zur Pressefreiheit lässt sich erkennen, wie dramatisch die Situation in einigen Ländern ist. Foto: DBwV/Vieth
Berlin. Tag des Brotes, Tag des Bieres, Welt-Passwort-Tag (ja, den gibt’s wirklich, der war gestern, am 2. Mai): Es gibt so viele Tage des Irgendwas, dass man schon aufpassen muss, die wirklich wichtigen nicht aus dem Auge zu verlieren. Heute ist einer davon: Der Tag der Pressefreiheit.
Für viele Menschen hierzulande ist dieses Grundrecht eine Selbstverständlichkeit, über die viel zu selten nachgedacht und gesprochen wird: „Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ Doch das, was im Artikel 5 des Grundgesetzes so nüchtern festgehalten ist, ist für die allermeisten Menschen auf der Welt nur eine ferne Vision. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ hat bei der Untersuchung von 180 Ländern weltweit nur in 15 Ländern eine „gute Situation“ für Journalisten und Medien feststellen können. Deutschland findet sich auf Platz 13.
Dieses Ergebnis ist ohne Frage ein Grund zur Freude, aber ganz sicher nicht zur Untätigkeit. „Reporter ohne Grenzen“ hat im vergangenen Jahr mindestens 22 Fälle von tätlichen Angriffen gegen Journalisten gezählt, vor allem am Rand rechtspopulistischer Veranstaltungen. Äußerungen wie „Systemmedien“ und „Lügenpresse“ sind nichts anderes als Angriffe auf die Freiheit der Berichterstattung.
Keine Frage: Deutschland ist Lichtjahre entfernt von Zuständen wie in Saudi-Arabien (Platz 172), wo sich der Kronprinz dem Vorwurf ausgesetzt sieht, er habe einen kritischen Journalisten sogar im Ausland ermorden lassen oder in der Türkei (Platz 157), wo nach Angaben der Organisation mehr als 100 Journalisten im Gefängnis sitzen. Doch wie schnell die Pressefreiheit unter Druck geraten kann, lässt sich aktuell bei unseren Nachbarn beobachten: Nachdem der österreichische TV-Journalist Armin Wolf den Generalsekretär der rechtspopulistischen FPÖ mit kritischen Fragen geärgert hatte, drohten ihm FPÖ-Politiker mit Konsequenzen.
Damit Deutschland in der Spitzengruppe bleibt, vielleicht auch noch den einen oder anderen Platz Plätze aufrückt, müssen wir alle ihren Wert schätzen. Und für die Pressefreiheit eintreten wie für jedes unserer Grundrechte. Schließlich profitieren wir alle, jede und jeder einzelne, von ihr.
Das gilt natürlich auch für die Bundeswehr. Man stelle sich nur vor, um wie viel größer die Probleme der Truppe wären, gäbe es keine offene und kritische Presse.
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