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Unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine tagen zurzeit Kompaniefeldwebel aus ganz Deutschland bei der 15. Spießtagung des Generalinspekteurs in Hannover. Foto: DBwV/Sarina Flachsmeier
Hannover. Die Zeitenwende nach dem russischen Überfall auf die Ukraine ist längst in der Bundeswehr angekommen: Klar ist: Für die Landes- und Bündnisverteidigung braucht die Truppe schnell die vollständige Einsatzbereitschaft. „Ich habe das Gefühl, in einer neuen Armee zu sein“, sprach ein Kompaniefeldwebel den Satz des Tages während der 15. Spießtagung des Generalinspekteurs in Hannover mit 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Für Generalleutnant Alfons Mais, Inspekteur des Heeres, ist die Lage klar: „Wir sind aktuell für die Landes- und Bündnisverteidigung nicht aufgestellt. Einsatzbereitschaft ist teuer. Wir haben in den vergangenen Jahren Zeit verloren. Wir müssen diese Zeit schnell aufholen.“
Eine der größten Herausforderungen sei, jede Soldatin und jeden Soldaten auf dem Weg zum neuen Mindset mitzunehmen. „Wir brauchen die Befähigung zum Kampf. Auf die richtige Einstellung kommt es an“, sind sich die Kompaniefeldwebel mit Generalinspekteur Eberhard Zorn einig.
Bessere Unterbringung für die Soldatinnen und Soldaten, ausreichend persönliche Ausstattung, funktionstüchtiges Material – die drängenden Probleme bei der Truppe und den Spießen waren während der zweijährigen Corona-Zwangspause der Tagung nicht in Quarantäne. „Wir müssen – auch mit dem Sondervermögen Bundeswehr – diese und andere Themen jetzt schnell abarbeiten“, hat Generalinspekteur Eberhard Zorn zu Beginn der Tagung erklärt. „Wir wollen auf 203.000 Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr aufwachsen.“ Derzeit hat die Truppe 183.000 Frauen und Männer unter Waffen.
Die Spießtagung des Generalinspekteurs wird vom Deutschen BundeswehrVerband unterstützt.
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