Schweriner Sicherheitsdialog: Künstliche Intelligenz zwischen Potenzial und Gefahr
Übertragung Tarifabschluss und verfassungskonforme Alimentation
Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
Kyros Mossadegh, der Schah und die Mullahs
Bundesregierung beschließt Novellierung des Versorgungsausgleichsrechts
Hohe Spritpreise Entlastungsprämie „Schritt in die richtige Richtung“ - Anhebung beim „Kilometergeld“ notwendig
Trumps strategischer Fehlschluss trifft auch Europa
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Nächste Runde für die Soldata: Bundesweite Job- und Bildungsmesse für Soldaten
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
Gedenken: Vor 17 Jahren fiel Hauptgefreiter Sergej Motz in Afghanistan
Internationaler 16K3-Marsch als Zeichen der Erinnerung
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen vier Soldaten in Afghanistan
Ein Ausweis, der mehr als Anerkennung sein kann
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Ein deutscher Soldat in Tilla/Niger. Nach dem Willen der Bundesregierung soll sich Deutschland weiter in dem westafrikanischen Land militärisch engagieren. Foto: Bundeswehr/Sebastian Wilke
Das Ende des deutschen Militäreinsatzes in Mali ist absehbar. Doch jetzt werden die Weichen für eine neue Mission im Nachbarland Niger gestellt. Im Bundestag wurde das Mandat für den Einsatz EUMPM Niger erstmals beraten.
Berlin. Noch in der vergangenen Woche reiste Verteidigungsminister Boris Pistorius gemeinsam mit der Entwicklungsministerin Svenja Schulze in die Sahel-Zone, die beiden Regierungsvertreter besuchten dabei Mali und Niger. Letztgenannter Staat steht dabei für die Zukunft des deutschen Engagements in der Region: Dort will die Bundesregierung weiter Präsenz zeigen, auch militärisch. Im Bundestag wurde dazu in dieser Woche erstmals das Mandat für die neue Mission EUMPM Niger beraten.
Doch wie soll dieser Einsatz aussehen? Nach dem Willen der Bundesregierung sollen bis zu 60 deutsche Soldatinnen und Soldaten vor Ort die nigrischen Streitkräfte ertüchtigen, damit diese sich im Kampf gegen Terrorgruppen, die im Land aktiv sind, durchsetzen können. Auf die deutschen Kräfte kämen dabei vor allem Aufgaben der Ausbildung und Beratung zu. Eine Beteiligung an Kampfeinsätzen wird im Mandatstext ausdrücklich ausgeschlossen.
"Dem Terrorismus ein Stück weit den Nährboden entziehen"
Vor den Abgeordneten warb zunächst Außenministerin Annalena Baerbock für die neue Mission. Bei ihrem Besuch vor Ort im vergangenen Jahr habe sie den Wunsch der Menschen nach mehr Sicherheit deutlich gespürt. Durch die zunehmende Gewalt durch Terror im Land hätten 800 Schulen geschlossen werden müssen, so die Außenministerin. „Damit verlieren die Kinder ihre Chance auf eine Zukunft“, sagt Baerbock. Der Europäischen Union gehe es darum, den Teufelskreis von Perspektivlosigkeit, Unsicherheit und Gewalt zu durchbrechen. Die Grünen-Politikerin weiter: „EUMPM Niger hilft, die Streitkräfte auszurüsten, damit wir dem Terrorismus ein Stück weit den Nährboden entziehen.“
Gute Erfahrungen in Niger
Verteidigungsminister Boris Pistorius ergänzte, dass man einer Verschärfung der Krisen vor Ort entgegentreten wolle. „Niger kommt dabei eine zentrale Rolle zu, auch aufgrund der politischen Stabilität und der zentralen Lage“, so Pistorius. Der Sozialdemokrat betonte den Willen der nigrischen Regierung, den Terrorismus aus eigener Kraft und mit eigenen Kräften zu bekämpfen, wofür aber die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft notwendig sei. In Niger habe die Bundeswehr zudem schon gute Erfahrungen gemacht: „Die Ausbildung nigrischer Spezialkräfte im Rahmen der Operation Gazelle ist eine Erfolgsgeschichte“, sagte Pistorius.
Beschlossen ist der Einsatz, der bis Ende Mai 2024 mandatiert sein soll, noch nicht. Der Mandatstext wurde zu weiteren Beratungen an die zuständigen Fachausschüsse im Bundestag weitergeleitet. Vermutlich Ende Mai werden die Abgeordneten dann über den Einsatz abstimmen.
DIESE SEITE:
TEILEN:
FOLGEN SIE UNS: