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Der BVB-Präsident Reinhard Rauball begrüßte auf dem Spielfeld die Besuchergruppe um den Landesvorsitzenden West, Oberstleutnant a.D. Thomas Sohst. Foto: DBwV/Pfenning
Borussia Dortmund lädt Einsatzsoldaten und deren Familien zum Heimspiel gegen Hertha BSC ein, die Continentale Krankenversicherung unterstützt und der Landesverband West organisiert – am Ende wird es für alle 100 Teilnehmer ein unvergesslicher Abend.
Mehr Tuchfühlung geht nicht. Vivien strahlt über das ganze Gesicht. Auch Vater Sebastian kann es kaum fassen. Der eingefleischte Dortmund-Fan steht auf dem Rasen des Westfalenstadions, neben ihm Frau und Kinder, hinter ihm die Startelf der Borussia beim Aufwärmen. Zusammen mit einer weiteren Soldatenfamilie und dem Landesvorsitzenden West, Thomas Sohst, erwarten alle Dortmunds Vereinspräsidenten Reinhard Rauball, der die Delegation gleich noch persönlich begrüßen wird.
Vor Beginn dieses Abends stand die Kontaktanbahnung zum BVB. Doch Dortmund musste gar nicht erst lange gebeten werden, der Verein aus dem Ruhrgebiet stellte die 100 Freikarten gerne zur Verfügung und bot sogar an, dass zwei Einlaufkinder ausgesucht werden dürfen. Die organisatorische Betreuung übernahm der Landesverband West, aus dessen Reihen auch die Teilnehmer stammen sollten. Über die Bezirksvorsitzenden wurde die Aktion schnell in die Fläche kommuniziert und mehr als 200 Menschen bewarben sich oder wurden vorgeschlagen. Schnell wurde auch deutlich: Viele der Bewerber mussten schwere Zeiten meistern.
Einsatzzeiträume von über drei Jahren, verpasste Geburtstage und Feste sowie erkrankte Familienangehörige – die Idee für diesen Abend war, allen Teilnehmern ein besonderes Erlebnis zu verschaffen.
Diesen Gedanken teilt auch die Continentale Krankenversicherung. Der Leiter des Bundeswehrservice, Detlef Austermann, unterstützte schon bei der Kontaktanbahnung zum BVB und bietet jetzt die firmeneigenen Parkplätze in Stadionnähe zum kostenlosen parken an. Doch damit nicht genug: Vor dem Spiel wird auch noch zum beliebten Ruhrgebietsklassiker Currywurst mit Pommes eingeladen. Der Koch und die Angestellten aus der hauseigenen Kantine schieben dafür sogar eine Extraschicht für alle 100 Teilnehmer, die aus den Bewerbungen ausgesucht und wurden.
Unter Ihnen auch Hauptfeldwebel Breforth, dessen Sohn Nico gleich mit der Borussia einlaufen wird. „Bei der Geburt hat sich unser Sohn mit dem äußerst aggressiven schwarz-gelben BVB-Virus angesteckt. Verschiedene Versuche, das schwarz-gelbe Virus zu bekämpfen, sind kläglich gescheitert. Eine Heilung ist nicht in Sicht und auch von den Eltern nicht gewünscht“, lacht der 35-jährige Nordkirchener. Zusammen mit Ehefrau und kleiner Schwester fiebern die eingefleischten Dortmund-Fans diesem Moment entgegen. „Nicos ganz großer Traum und Wunsch ist es, einmal neben den Spielern in das tollste Stadion der Welt einzulaufen.
Diesen Wunsch konnten wir Ihm leider, trotz mehrfacher Bewerbungen beim BVB, noch nicht erfüllen.“ Was gleich für den kleinen Nico den aktuellen Höhepunkt seiner jungen Fanliebe darstellen wird, ist ebenso für Hauptfeldwebel Schulte, der gerade dem Dortmunder Vereinspräsidenten die Hand schüttelt, und dessen Familie ein unvergessliches Erlebnis. Ebenfalls eingefleischte BVB-Fans, hatte Familie Schulte sich lediglich um die Freikarten beworben. Dass es am Ende sogar zu einem Handshake auf dem Rasen von Deutschlands größtem Stadion mit dem Vereinspräsidenten kommen würde, hätte der 40-Jährige sich nicht träumen lassen.
Auch für Thomas Sohst ist dies ein besonderes Erlebnis, immerhin ist das Stadion beim Spiel des Tabellenzweiten gegen den Tabellendritten mit über 80.000 Zuschauern fast ausverkauft. „Gesellschaftliche Anerkennung von Soldaten und deren Familien – mit Unterstützung von Firmen und Vereinen aus unserem großen DBwV-Netzwerk – uns ist das gelungen. Und dann die Blicke von 100 glücklichen Menschen, da bekommt man schon Gänsehaut“, fasst Sohst seine Gedanken zusammen. Auch die Schultes verspüren in diesem Moment jene Gänsehaut, während sich im Hintergrund die schwarz-gelbe Wand für das Spiel warmsingt. Das Spiel endet schließlich 1:1. Aus westfälischer Sicht bedauerlich, der großartigen Geste aber tut es keinen Abbruch.
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