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Hauptmann Andreas Steinmetz betonte, dass das Ehrenamt und der Freiwilligendienst stärker gefördert werden müsse. Foto: Screenshot DBwV
Berlin/Bad Neuenahr. Mehr als 1000 Soldaten sind in den Hochwasser-Katastrophengebieten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und auch in Bayern im Einsatz: Wie viel kann die Bundeswehr leisten? Sollte Sie noch mehr als bisher bei solchen Lagen in den Einsatz gerufen werden? Fragen, die im Morgenmagazin von ARD und ZDF der stellv. Bundesvorsitzende Hauptmann Andreas Steinmetz beantwortet hat. Fazit: Die Bundeswehr hat viele Fähigkeiten, unterstützt mit voller Kraft, aber der zivile Katastrophenschutz wie Feuerwehr und Technisches Hilfswerk bleibt bei der Bewältigung nationaler Notlagen unersetzlich.
„Wir haben in den Fernsehbildern gesehen, dass es Fähigkeiten gibt, die nur die Bundeswehr hat. Bergepanzer, Hubschrauber, das hat die Feuerwehr nicht, das hat das THW nicht“, sagt Steinmetz. „Die Bundeswehr ist ja nicht gerüstet für Katastrophenfälle, die Bundeswehr ist gerüstet für die Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland. Das, was wir hier tun, machen wir im Rahmen freier Kapazitäten. Deshalb ist es so wichtig, dass wir die Bundeswehr gut ausrüsten, um den Hauptauftrag ausführen zu können, nämlich Abschreckung und Verteidigung, dann bleibt auch genug übrig für Amtshilfe.“ Wäre es wichtig, dass die Bundeswehr in solchen Lagen noch mehr zum Einsatz kommt? Hilft das bei der Akzeptanz durch die Bevölkerung? will Moderatorin Anke Plättner wissen. Hauptmann Andreas Steinmetz: „Ich denke, in solchen Einsätzen sollte der Fokus auf den Blaulichtorganisationen wie Feuerwehr und THW liegen. Wir müssen jetzt im Moment alles tun, um die zu stärken. Da gibt es im ganzen Land hunderttausende Frauen und Männer, die sich dort ehrenamtlich engagieren. Die brauchen noch mehr Anerkennung und Zuwendung. Wir als Bundeswehr sind mit vor Ort, um zu unterstützen.“
Das Ehrenamt, den Freiwilligendienst, zu fördern, ihn attraktiver zu machen, damit sei viel getan und so könne man viel erreichen, betont der stellv. Bundesvorsitzende. Wer möchte, dass sich Menschen dort engagieren, muss diese Arbeit auch mehr unterstützen und den Freiwilligendienst attraktiver machen. Das könne bei der Feuerwehr sein, beim Technischen Hilfswerk, auch bei der Bundeswehr.
Einer zentralen Organisation des Katastrophenschutzes erteilt Hauptmann Andreas Steinmetz eine Absage: „Wir sind föderal organisiert und die Menschen vor Ort wissen am besten, was akut zu tun ist, wo man anzupacken muss, und das ist gut so.“
Sehen Sie hier das vollständige MoMa- Interview mit Hauptmann Andreas Steinmetz.
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