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Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
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Gedenken: Vor 16 Jahren fielen vier Soldaten in Afghanistan
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Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Katrin Suder. Foto: dpa
Staatssekretärin und Bundesvorsitzender in Afghanistan
Berlin/Masar-e-Sharif. Nichts ersetzt den eigenen Eindruck, keine Information ist besser als die aus erster Hand. Deswegen ist es nur folgerichtig, dass Rüstungsstaatssekretärin Dr. Katrin Suder sich selbst ein Bild von Lage und Ausrüstung der Truppe in Afghanistan machen will. Begleitet wird sie bei ihrer ersten Reise an den Hindukusch vom Bundesvorsitzenden Oberstleutnant André Wüstner.
Geboten wird den Besuchern ein Komplettprogramm – von der Drohne bis zu den Spezialkräften. Dabei zeigt sich die Staatssekretärin im Austausch mit den Soldaten offen und mit dem ehrlichen Willen, Lösungen für die aktuellen Probleme in ihrem Verantwortungsbereich zu finden. Noch im Gespräch beginnt sie, nach Abhilfe zu suchen. Etliche Vorschläge der Kameradinnen und Kameraden vor Ort hat Katrin Suder schon zur Prüfung an das BMVg weitergeleitet.
„Der Satz ´vom Einsatz her denken´ ist und bleibt richtig, er gilt auch für die Beschaffungsprozesse. Jetzt müssen wir ihn umsetzen, schließlich bin ich angetreten, um Ihnen das Beste in Sachen Wirkung und Schutz zur Verfügung zu stellen“, erläuterte Suder der Truppe. Zugleich unterstrich sie, dass manche Bereiche im eigenen Ressort noch nicht sehr „performant“ seien und an einer Optimierung gearbeitet werde.
Den Soldaten imponiert besonders, dass die Staatssekretärin in vielen Bereichen tatsächlich auch in der Tiefe auskunftsfähig ist – von Themen wie Vergabe-Richtlinien, Leasing- und Open Source-Varianten bis hin zu Fragen der Beschleunigung von Beschaffungsvorhaben, beispielsweise für Spezialkräfte. Ein Oberfeldwebel der Task Force zeigte sich beeindruckt von ihrer Analytik und ihrer Dynamik: „Diese Frau ist eine Waffe! Ich glaube, dass sie viele Dinge lösen kann.“
Staatssekretärin Suder kümmert sich allerdings nicht nur um die Lage im Einsatz – auch die materiellen Herausforderungen im Grundbetrieb sind ihr bekannt: Boxer, Leopard, Panzerhaubitze oder ungeschützte Fahrzeuge, alles hat sie auf dem Schirm. Schritt für Schritt bringt sie selbst die schwierigen Fälle voran, manchmal auch gegen große Widerstände.
Oberstleutnant Wüstner nutzt die Reise auch, um erneut mit den Kameradinnen und Kameraden vor Ort sowie mit den Ansprechpartnern des DBwV ins Gespräch zu kommen. Dabei geht es beispielsweise um das Artikelgesetz und den „Way ahead“ des Deutschen BundeswehrVerbandes. Hauptmann Lars H. sagte nach einem der Gespräche: „Insgesamt ist der Besuch eine runde Sache. Es ist gut, die Staatssekretärin und den Bundesvorsitzenden hier im Einsatz live zu erleben.“
Zusammenfassend sagte Wüstner: „Politisch bleiben mit Blick auf Afghanistan noch einige Fragen offen: Wie lange und in welcher Dislozierung werden die Amerikaner bleiben? Welche Auswirkungen hat das für das Nabe-Speiche-Modell? Wie lange soll die Bundeswehr in Masar-e-Sharif bleiben? Ändert sich die Sicherheitslage, insbesondere nach dem letzten Anschlag in Masar-e-Sharif, und wie intensiv wird die ´fighting season´? Und überhaupt: Welche Art von Nachhaltigkeit lässt sich hier mit immer weniger Wirkung noch sicherstellen? Fakt ist: Man darf Afghanistan ebenso wenig wie die übrigen Einsätze nicht aus den Augen verlieren, nur weil die mediale Aufmerksamkeit gerade der Ukraine oder dem Irak gilt!“
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