04.05.2017
dpa

Ein Toter und Verletzte bei Angriff auf UN-Friedenstruppe in Mali

Bamako - Beim Beschuss eines Lagers der UN-Friedenstruppe im Norden Malis mit Mörsergranaten oder Raketen sind mindestens neun Blauhelme verletzt worden. Vier von ihnen seien bei dem Angriff auf das Lager in der Stadt Timbuktu schwer verletzt worden und würden zur Behandlung nach Bamako ausgeflogen, wie die Vereinten Nationen am Mittwoch (3. Mai 2017) mitteilten. Eine bislang nicht identifizierte Person wurde bei dem Einschlag der sechs Geschosse getötet.

Die Nationalität der verletzten Blauhelme wurde zunächst nicht mitgeteilt. Örtliche Medienberichte sprachen von liberianischen Soldaten. Die Bundeswehr beteiligt sich mit Hunderten Soldaten an der UN-Friedensmission in Mali (Minusma). Sie sind aber in der etwa 300 Kilometer weiter östlich gelegenen Stadt Gao stationiert.

Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu dem Angriff. In dem Gebiet sind jedoch islamistische Terrorgruppen aktiv, die Al-Kaida die Treue geschworen haben. Sie greifen immer wieder Blauhelme und örtliche Sicherheitskräfte an. Erst am Dienstag waren bei einem Angriff auf einen Konvoi der malischen Streitkräfte acht Soldaten getötet worden.

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